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ING Innovationsindex nimmt Österreich unter die Lupe

Österreich liegt in puncto Innovationen im Eurozonen-Vergleich im Mittelfeld.
© APA / ING

Im Eurozonen-Vergleich landet Österreich auf Platz Sieben.

„Österreich steht in Sachen Innovationskraft ganz gut da“, meint ING Ökonomin Inga Fechner, die den Innovationsindex für die ING in Österreich erstellt hat. "Den siebten Platz  hat es sich aber mit relativ hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung ziemlich teuer erkauft“, ergänzt sie kritisch. Denn: Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt investiert Österreich von den Eurozonenländern am meisten in diesen Bereich. Dies schlägt sich aber nicht automatisch in einer Verbesserung von Produktionswachstum nieder – hier sieht sie einen Nachholbedarf. Österreich müsse seinen Fokus stärker auf gut ausgebildete Fachkräfte richten. Fechner verweist dabei auf Irland, das sich in der Gesamtwertung im Eurozonen-Vergleich den ersten Platz  mit einer starken Gründerszene, gut ausgebildetem Personal und dem höchsten Beschäftigungsanteil im Hochtechnologiebereich sicherte.

Im Bundesländerranking belegt Wien in vier von neun Kategorien den Spitzenplatz und führt somit die Gesamtwertung an. Die Steiermark folgt auf Platz zwei, während Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg die Plätze drei bis fünf einnehmen. Gegenüber Wien können die Bundesländer mit Patentanmeldungen (Steiermark, Oberösterreich, Vorarlberg), einer höheren Forschungs- und Entwicklungs-Quote (Steiermark) als auch einer stärkeren Betriebsdynamik punkten. Salzburg. Niederösterreich und Kärnten finden sich im hinteren Feld wieder, können aber mit einer hohen Selbstständigkeitsquote und gut ausgebildeten Mitarbeitern überzeugen. Schlusslicht im Ranking ist das Burgenland, das jedoch gegenüber dem Vorjahr deutlich aufgeholt habe.

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