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IGMA: TV und Print bleiben stärkste Inflationstreiber

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Die aktuelle IGMA-Prognose verzeichnet für 2019 eine Gesamt-Inflation von 4,5 Prozent - der gleiche Wert wie schon im Vorjahr. Für 2020 wird eine Gesamt-Inflation von 4,5 Prozent erwartet.

Die Interessensgemeinschaft der Mediaagenturen (IGMA) sieht in den aktuellen Inflationsdaten einen stabilen Trend. Auch die Prognose für das kommende Jahr fällt positiv aus; hier wird eine Gesamt-Inflation von 4,6 Prozent erwartet, was den diesjährigen Wert sowie den Wert von 2018 um 0,1 Prozentpunkte überbieten würde. Für diese Prognosen werden die Daten für die Mediengattungen TV, Print, Radio, Online und OOH von insgesamt 19 österreichischen Mediaagenturen untersucht. Die Mediainflationsberechnung basiert auf dem Tausend-Kontakt-Preis (TKP). 

Als größte Wachstumstreiber identifiziert die IGMA heuer TV und Print mit 7,7 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent, wobei zumindest TV mit 4,1 Prozent im Vorjahr klar zugenommen hat. Für 2020 wird hier eine Mediainflation von 6,8 Prozent erwartet. Die 7,7 Prozent übertreffen zudem auch die Prognose der IGMA aus November 2018, die auf 6,4 Prozent geschätzt wurde. Print wiederum konnte die erwarteten 5,2 Prozent nicht erzielen, für nächstes Jahr wird allerdings eine Steigerung um  0,2 Prozentpunkten, ausgehend vom aktuellen Wert, erwartet. Geringere Reichweiten in Kombination mit erhöhten Tarifen sind laut Aussage der IGMA der Hauptgrund für diese Entwicklung.

OOH konnte den Vorjahreswert wie auch die Vorjahresprognose von 1,9 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent mit insgesamt 2,3 Prozent klar übertreffen. Digital Display bewegt sich heuer im Minusbereich mit -0,3 Prozent, für 2020 wird mit -0,4 Prozent eine weitere leichte Abnahme erwartet. Im Vorjahr belief sich die Digital-Display-Inflation noch auf 0,9 Prozent. Trotz des Minus fiel das Ergebnis in dieser Kategorie jedoch nicht so schlecht aus wie noch im November 2018 erwartet wurde (-1,5 Prozent). Auch für Digital Video zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Mit einem Inflationswert von 12,4 Prozent ist mit einem aktuellen Wert von 1,7 Prozent eine klare Abnahme zu verzeichnen. Im kommenden Jahr soll es allerdings wieder bergauf gehen auf etwa 2,3 Prozent. Online insgesamt hat eine Mediainflation von 0,1 Prozent erfahren. Im vergangenen Jahr waren es noch drei Prozent.

Im Bereich Radio erwartet die IGMA einen anhaltenden Anstieg der Inflation: Wo der Wert im vergangenen Jahr noch -4,3 Prozent betrug, konnten für 2019 dann schon -3 Prozent festgestellt werden. Die letztjährige Prognose belief sich allerdings auf 4,1 Prozent, ausgehend von der Annahme, das Jahr 2018 mit einer Inflationsrate von 9,4 Prozent abzuschließen. Für 2020 werden aktuell 1,4 Prozent erwartet. 

 

Die finalen Ergebnisse in der Übersicht:

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