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Ibiza-Aufdecker lehren an der Uni-Wien

Wegen der Enthüllungen der beiden Journalisten zur Ibiza-Affäre mussten unter anderem Johann Gudenus (links) und Heinz-Christian Strache (rechts) zurücktreten.
© APA (Spiegel/SZ)

Die Theodor-Herzl-Dozentur an der Universität Wien wird dieses Jahr von den beiden SZ-Journalisten Bastian Obermayer und Frederik Obermaier übernommen.

Die jährlich wechselnde Theodor-Herzl-Dozentur für Poetik des Journalismus der Universität Wien geht dieses Jahr an die beiden preisgekrönten Investigativjournalisten der Süddeutschen Zeitung (SZ), Bastian Obermayer und Frederik Obermaier. Die beiden werden zum Thema "Enthüllungsjournalismus – was steckt dahinter?" sprechen, wie die Universität Wien auf ihrer Homepage bekannt gab.

Demnach wird in den drei Vorlesungen im Dezember über den Umgang mit Leaks und anonymen Quellen, kollaborativen Recherchen und Angriffe auf investigative Recherchen gesprochen. Die Vorlesungen finden im Audimax der Universität Wien statt. 

Pulitzer-Preis

Bastian Obermayer ist seit 2012 im Investigativressort der Süddeutschen Zeitung tätig, und seit 2018 Ressortleiter. Frederik Obermaier arbeitet seit 2012 für die SZ und ist derzeit Leitender Redakteur im Ressort Investigative Recherche. Beide initiierten und koordinierten die internationalen Rechercheprojekte Panama und Paradise Papers, für die sie unter anderem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurden. Für ihre journalistische Arbeit haben sie zahlreiche weitere Preise erhalten, unter anderem den Otto-Brenner-Preis (2016), den Helmut-Schmidt-Preis (2013), den deutschen Journalistenpreis (2015), sowie den Henri-Nannen-Preis (2017).

In Österreich sind sie aber vor allem bekannt, weil sie an den Enthüllungen der SZ und des Spiegel zur “Ibiza-Affäre” führend beteiligt waren. 
 

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