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"Heute" in der ÖAK

Laut Herausgeberin Eva Dichand geht es der Gratiszeitung "Heute" trotz Krise gut.

"Heute"-Herausgeberin Eva Dichand meint in einem Gespräch mit der APA: "Die Krise ist für uns keine Krise". Um die Position von "Heute" zu festigen, zieht Dichand auf Dauer sogar eine Sonntagsausgabe der Gratiszeitung in Betracht - aktuell sei das aber kein Thema. Derzeit bemüht sich Dichand um die Ausweisung der "Heute"-Reichweite in der Media-Analyse, außerdem ist die Gratiszeitung, wie HORIZONT online berichtete, vor wenigen Tagen der Österreichischen Auflagenkontrolle, ÖAK, beigetreten. Die Auflagenzahlen von "Heute" sollen bereits für das erste Halbjahr 2009 im Rahmen der ÖAK geprüft und ausgewiesen werden.



 

Außerdem hat Dichand "auf Grund der geänderten Statuten der Media Analyse einen erneuten Antrag auf Aufnahme und Ausweisung eingebracht". Die Reichweite von "Heute" wurde bereites seit zwei Jahren im Rahmen der MA mit abgefragt, deshalb geht die Herausgeberin davon aus, "dass einer Ausweisung der Daten für das erste Halbjahr 2009 weder methodisch noch sonst etwas im Weg steht. Wir werden hier mit einer durchschnittlichen Druckauflage von mehr als 450.000 Stück täglich von Montag bis Freitag nach der 'Kronen Zeitung' die mit Abstand zweitgrößte Tageszeitung sein."



Von der aktuellen Finanzkrise profitiert der Gratistitel in gewissem Maß und konnte im ersten Quartal 2009 laut Focus ein Brutto-Werbewachstum von 17 Prozent verzeichnen. Grund dafür ist, dass Handelsketten immer häufiger mit speziellen Angeboten werben und diese gerne bei "Heute" schalten, so Dichand. Dass es bei "Heute" rundläuft, während zum Beispiel in der Schweiz vor kurzem die Gratiszeitung ".ch" aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden musste, erklärt Dichand auch mit der kostengünstigen Vertriebsart und der für die Werbewirtschaft interessanten sehr jungen Leserschaft. Mit der Pendlerzeitung, die an U-Bahnen und öffentlichen Plätzen wie zum Beispiel in der Nähe von Schulen aufliegt, erreiche man von einem Standort aus mehrere tausend Leser. Im Gegensatz dazu sein ".ch" am unwirtschaftlichen Hauszustellungsprinzip gescheitert, glaubt Dichand. Eine Pendlerzeitung wie "Heute" sei ein "sehr urbanes Produkt, das am Land nicht funktioniert". Derzeit ist die Gratistageszeitung in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich vertreten - Expansionspläne in weitere Bundesländer gibt es nicht.



(Quelle: APA)

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