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Handelsverband und Österreichische Marketing-Gesellschaft starten Corporate Communication Circle

Podiumsdiskussion mit Walter Hager, Mario Günther Rauch, Sonja Felber und Alexander Oswald bei der Premiere des Circle Corporate Communication.

Vergangene Woche lud die Österreichische Marketing-Gesellschaft (ÖMG) gemeinsam mit dem Handelsverband Österreich unter dem Motto "Loyality im Handel" zum ersten Corporate Communication Circle.

Karin Saey (Leitung Handel, Dorotheum) begrüßte die zahlreichen Gäste im Office des Handelsverband Österreich und eröffnete die Premiere des Circle Corporate Communication, der erstmals auch für Nicht-Mitglieder des Handelsverbands zugänglich war. Gemeinsam mit Isabel Lamotte (Handelsverband), Mario Günther Rauch (jö Bonus Club), Walter Hager (VKI/Verein für Konsumenteninformation) und Alexander Oswald (FUTURA und Österreichische Marketing-Gesellschaft) widmete sich die Runde dem Thema "Loyality in der digitalen Zeit".

Isabel Lamotte eröffente mit zwei marketingrelevante Benchmarks die Runde: Den ORI (Omnichannel Readiness Index) und den Index zur digitalen Sichtbarkeit von Unternehmen in Österreich. "85 Prozent der österreichischen KonsumentInnen recherchieren vor dem Kauf über Suchmaschinen zu Produkten", so die Communications- und Projectmanagerin des Handelsverbands. 62 Prozent der stationären Einkäufe werden digital beeinflusst. "Diese Zahlen zeigen, welche Omnichannel-Potentiale zur Kundengewinnung und -bindung bestehen."

Mario Günther Rauch setzte daraufhin mit seinem Statement fort, dass "nur wer seine Kunden kenne, diese auch in den Mittelpunkt stellen könne". Der Greissler von früher hätte seine Kunden und ihre Vorlieben ganz genau gekannt. "Durch die Digitalisierung haben sich Handlungsstrukturen jedoch vollkommen verändert". All jene Daten, die Unternehmen anhand des Einkaufsverhaltens oder der Internetnutzung generieren, können genutzt werden, um Kunden angepasst an ihre Wünsche anzusprechen und ihnen passende Angebote zu bieten – genau das ist für die Kundenbindung heute wichtig. Denn der, im Retail ausschlaggebende, Faktor ist das Erlebnis mit der Marke.

"Wir brauchen mehr Rabatttransparenz anstatt Datentransparenz", startet Walter Hager die Diskussion. In Österreich sollte nicht nur die Datentransparenz an erster Stelle stehen, sondern vielmehr sollten die österreichischen Konsumenten aufgeklärt werden, was Rabatte eigentlich sind. Auch Sonja Felber vertrat die Ansicht, dass den Unternehmen selbst zumeist nicht bewusst ist, was man mit den gesammelten Daten alles machen kann. "Daten werden in den nächsten Jahren wahrscheinlich mehr wert sein als Unternehmen selbst", ist Felber, selbst auch im Vorstand der Österreichischen Marketing-Gesellschaft, überzeugt. So sind beim jö Bonus Club algorithmisch erstellte Einkaufszettel basierend auf dem Einkaufsverhalten der Kunden in Planung.

In dem Punkt, dass Österreichs Kunden digital abgeholt werden sollten, waren sich alle einig. Jedoch wird es im endlosen digitalen Raum immer schwieriger, Marken zu positionieren und Kunden an das Unternehmen zu binden. Laut Mario Rauch hat der „Durchschnittskonsument“ 14 Kundenkarten, allerdings verwenden weniger als 11 Prozent diese mehr als einmal pro Monat. Bis 2020 will jö außerdem drei bis sechs neue Partner gewinnen.

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