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Handelsverband legt eCommerce Studie Österreich 2019 vor

Der Geschäftsführer des Handelsverbandes, Rainer Will, stellte die rasant wachsenden Zahlen im Online-Shopping vor.
© Stephan Doleschal

Ausgaben im Internet-Einzelhandel steigen auf Rekordniveau von 7,5 Milliarden Euro. Voice Commerce ist hierzulande auf dem Vormarsch.

Die "eCommerce-Studie Österreich 2019" des Handelsverbandes und der Plattform "eCommerce & Cross Border" in Zusammenarbeit mit der KMU Forschung Austria zeigt ein Allzeit-Ausgabenhoch im Onlinehandel, sinkende Käuferzahlen im klassischen Versandhandel und einen massiven Trend zum Mobile-Commerce.

"Die österreichischen Distanzhandelsausgaben werden vom eCommerce getragen und erreichen mit 8,1 Milliarden Euro einen absoluten Rekordwert. Von 7,5 Milliarden. Euro Onlineumsatz fallen bereits 800 Mio. Euro auf den M-Commerce, was einem Zuwachs von Plus 25 Prozent entspricht. Smartphone-Shopping ist damit beliebt wie nie zuvor. Die rund 9.000 heimischen Webshops profitieren vom wachsenden Markt leider nur begrenzt, da mehr als jeder Zweite im Ausland bestellt und so den Kaufkraftabfluss verstärkt", kommentiert Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes, die Ergebnisse der Studie.

"Die Top-Warengruppen im Distanzhandel sind aktuell Bekleidung mit 1,9 Milliarden Euro., Elektrogeräte mit 1,2 Milliarden Euro und Bücher mit 0,7 Milliarden Euro Ausgaben. Die stärksten Zuwächse haben 2019 die Sektoren Möbel/Deko mit Plus 18 Prozent, Kosmetik mit Plus 12 Prozent und Schuhe/Lederwaren mit Plus 9 Prozent verzeichnet", erklärt Studienautor Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria.

M-Commerce boomt: 60 Prozent der jungen Konsumenten shoppen per Smartphone

"Die Wachstumsdynamik beim Online-Shopping wird noch übertroffen vom anhaltenden Boom beim Smartphone-Shopping. Mehr als ein Viertel der Österreicher kauft im Internet bereits via Smartphone ein, die Ausgaben liegen aktuell bei 800 Millionen Euro. Damit haben sich die Umsätze im M-Commerce seit 2013 vervierfacht", bestätigt Will. Gleichzeitig muss aber auch auf die Altersfrage aufmerksam gemacht werden. So kauften bei den unter 29-Jährigen sechs von zehn via Smartphone ein; bei den über 60-Jährigen betrage die Quote indes bei bescheidenen sechs Prozent.

Der zuletzt medial gehypte Megatrend Voice Commerce stehe, so die Studie, in Österreich noch am Anfang, das Wachstum verlaufe allerdings exponentiell: "Im Vorjahr haben knapp 200.000 Österreicher internetbasierte persönliche Assistenten wie Amazon Echo oder Google Home genutzt. Mittlerweile stehen wir bei 450.000 – das ist eine echte Ansage", so Will. 30.000 Konsumenten haben bereits via Alexa & Co. Produkte bestellt. Damit hat sich die Zahl der Voice-Shopper seit 2018 verdoppelt.

 

 

 

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