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Grayling und Observer mit Twitter-Barometer zu EU-Wahl

Punkten können jene EU-Abgeordnete, denen es thematisch und sprachlich gelingt, die Community zu einer Reaktion zu animieren.
© APA / AFP (Leon Neal)

Ihre Tools zur Messung des Engagements in Social Media demonstrierend, haben Grayling und Observer einen Twitter-Barometer zur EU-Wahl erstellt. Dabei zeigt sich dass die Zahl der Follower und Häufigkeit der Tweets nur bedingt mit dem Echo in den Sozialen Medien zu tun hat.

Eine Woche vor der EU-Wahl haben Grayling und Observer in ihrem gemeinsamen Twitter-Barometer analysiert, wie erfolgreich Parteien, einzelne EU-Abgeordnete sowie österreichische Spitzenkandidatinnen und -kandidaten auf Twitter sind. Gewertet wurde dabei das Engagement, zusammengesetzt aus der Summe der Tweets, Likes, Kommentare und Retweets, die Accounts erhalten. Einmal mehr bestätigte sich dabei, dass die bloße Anzahl von Posts oder Followern wenig über das Ausmaß der Reaktionen in der Twitter-Community aussagt. Oft haben Abgeordnete mit relativ wenigen Posts mehr Likes, Shares und Comments als andere, die viele Posts produzieren.

Gemessen am Engagement stechen die Grünen, die Freiheitlichen und die Sozialdemokraten hervor. Doch auch die NEOS mit Claudia Gamon schneiden gut ab: Im Beobachtungszeitraum zeigte sich ihre Twitter-Community besonders aktiv. So wurden auf der Twitter-Seite von Claudia Gamon besonders viele Beiträge gepostet. Gamon belegt damit Platz zwei bei der Anzahl der Audience-Beiträge nach Werner Kogler von den Grünen. Auch fast alle derzeitigen EU-Parlamentarier (16 von 18) sind zudem auf Twitter mehr oder weniger aktiv. Unter die europaweiten 50 „Top-Twitterati“ der EU-Abgeordneten hat es allerdings nur der Grüne Michel Reimon geschafft.

Auffallend ist laut den Erhebungen, dass die Größe eines Landes nichts über die Twitter-Stärke ihrer Abgeordneten aussagt. Tendenziell haben sogar kleinere EU-Länder die Nase vorne. Ihre Abgeordneten sind zum Großteil auf Twitter vertreten, während größere Mitgliedsländer im EU-Durchschnitt nicht besonders hervorstechen. Punkten können demnach vor allem jene Mandatare, die ihre eigenen Communities thematisch und sprachlich zu Reaktionen animieren können.„Soziale Medien – insbesondere Twitter – werden bei den EU-Wahlen 2019 die politische Themenlandschaft erheblich beeinflussen", ist Sigrid Krupica, CEO von Grayling Austria, überzeugt. Observer-Geschäftsführer Florian Laszlo verweist zudem darauf, dass das Social-Media-Monitoring mit dem Tool talkwalker "die Verknüpfung von Social Media-Daten mit Marktwissen" ermögliche, was "Unternehmen und Organisationen neue Zugänge zu politischen Stakeholdern" ermögliche.

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