Horizont Newsletter

Google, MMA & iab gegen langsame Ladezeiten mobiler Websites

Die "Mobile Page Rankings" von Google Austria werden von MMA Austria und iab austria begrüßt: Andreas Martin (Präsident MMA Austria), Matthias Zacek (Industry Head Google Austria) und André Eckert (Präsident iab austria)
© MMA Austria/Philip Gabriel

Ab sofort stellt Google Austria Website-Betreibern ein Tool zur Verfügung, mit dem sie die Performance der eigenen mobilen Websites testen können.

Langsame Ladezeiten sorgen für hohe Absprungraten und Verärgerung bei den Kunden. Google Germany veröffentlichte unlängst erst eine Studie, die belegte, dass 53 % der Besuche abgebrochen werden, wenn eine mobile Website drei Sekunden oder länger zum Laden benötigt. (HORIZONT berichtete). 

Gemeinsam mit der MMA Austria (Mobile Marketing Association Austria) sowie dem iab austria (interactive advertising bureau austria) präsentierte nun Google Austria eine aktuelle Studie zum „Mobile Page Speed“ heimischer Unternehmen. Mit Hilfe des sogenannten „TestMySite“-Mobile Speed Tools hat Google Austria die Websites der relevantesten Player in drei Wirtschaftssegmenten – Handel/Retail, Reisen/Tourismus und Finanzdienstleistungen – auf ihre mobile Performance hin überprüft und die jeweiligen Ladezeiten auf mobilen Devices erhoben. Die sich aus dieser Untersuchung ergebenden Rankings zeigen auf, welche mobilen Websites bereits mit für den User erfreulichen Ladezeiten beeindrucken und bei welchen Websites es hinsichtlich der mobilen Ladezeiten noch Aufholbedarf gibt.  „Handel“-Sieger ikea.com wurde als einzige Seite mit „exzellent“ bewertet, bei „Reisen“ wurde trivago.at auf Rang eins gesetzt, bei „Finanzen“ raiffeisen.at.

Warum MMA Austria und iab austria die „Mobile Page Speed“-Erhebung von Google Austria begrüßen, erklären die Präsidenten der beiden Interessensgemeinschaften folgendermaßen: „Die MMA Austria untersucht seit einigen Jahren im Rahmen des Mobile Communications Report unter anderem die Unzufriedenheitsfaktoren beim Websurfen mit dem Smartphone. Nicht optimierte mobile Seiten sind bei den Endkonsumenten jedes Jahr eines der Top-Ärgernisse. Als MMA Austria können wir daher eine Art ,Positive Listing‘ wie die ,Mobile Page Speed‘-Erhebung von Google nur begrüßen“, meint Andreas Martin, Präsident der MMA Austria und Geschäftsführer der Mediaagentur media.at.

André Eckert, Präsident des iab austria und Geschäftsführer von austria.com/plus, betont: „Der iab austria begrüßt Aktivitäten wie die ,Mobile Page Speed‘-Erhebung, da sie den digitalen Markt in Österreich nachhaltig beleben. Dank der Accelerated Mobile Pages-Initiative (AMP) von Google können Publisher ihren Content wesentlich schneller auf mobilen Endgeräten darstellen und somit die Absprungrate deutlich reduzieren. Die mobile User Experience wird hierbei verbessert und für Publisher werden mehr vermarktbare Pageviews generiert. Zusätzlich verbessert sich das Search Ranking, was sich wiederum positiv auf die Auffindbarkeit auswirkt.“

Matthias Zacek, Industry Head Google Austria im Rahmen der Präsentation der „Mobile Speed Rankings“: „Unsere Auswertung zur Ladegeschwindigkeit von Websites auf mobilen Geräten in Österreich in den Branchen Handel/Retail, Reisen/Tourismus und Finanzdienstleistungen zeigt, dass einige führende Unternehmen die Wichtigkeit von schnellen mobilen Webseiten bereits erkannt haben.“ Aber – so Zacek: „Der Großteil der heimischen Unternehmen hat hinsichtlich der Ladezeit der eigenen Website auf mobilen Endgeräten noch deutlich Beschleunigungspotential. Der Handel (durchschnittliche Ladezeit mobiler Websites 9 Sekunden), der Tourismus (ø Ladezeit 7,4 Sekunden) und die Finanzdienstleister (ø Ladezeit 8,1 Sekunden) liegen noch weiter hinter der Nutzerwartung von höchstens drei Sekunden zurück.“

Zacek fasst die Bedeutung des Smartphones für die Kunden wie folgt zusammen: "Der Kunde ist König und das Smartphone ist sein Szepter". Pages mit zu langer Ladezeit verglich Zacke mit einem Geschäft mit verschlossenen Türen. Kunden, die ein oder zweimal gegen verschlossene Türen laufen würden, kämen nicht mehr zurück. Jede Sekunde Verzögerung bedeute 20 Prozent weniger Conversions. 

Im Anschluss an die Vorstellung der „Mobile Page Speed“-Rankings präsentierte Matthias Zacek das für Österreich gestartete „Mobile Speed Scorecard“-Tool, mit dem Unternehmen nun erstmals die Performance der eigenen mobilen Website testen und die Umsatzchancen einer schnelleren Website berechnen können. „Wir freuen uns, im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit MMA Austria und iab Austria die „Mobile Speed Scorecard“ für Österreich vorzustellen.

Dieses Tool verdeutlicht, dass Mobile Speed einen immer stärkeren direkten Einfluss auf den Geschäftserfolg hat. Untersuchungen wie die Studie ,The State of Online Retail Performance‘ von Akamai Technologies belegen, dass durch eine Beschleunigung der Ladezeit um eine Sekunde der Umsatz bis zu 20 Prozent gesteigert werden kann.“ Google will Unternehmen aus Österreich Zacek zufolge dabei unterstützen, mit ihren mobilen Websites erfolgreicher zu sein, indem sie mit Hilfe des „Mobile Speed Scorecard“ zusätzliches Potential erkennen: „Die mobile Ladezeit ist heute ein immer bedeutenderer Aspekt in der Beziehung zu Kunden und somit für den Geschäftserfolg und die eigene Marke insgesamt.“ Methodologie des Mobile Speed Ranking: Google bewertet Ergonomie und Geschwindigkeit der Website basierend auf Parametern von „TestMySite“. Eine Geschwindigkeitsverbesserung dient etwa zum Komprimieren von Bildern, einer verbesserten Server-Antwortzeit, höherem Browser-Caching und einem Priorisieren sichtbarer Inhalte, um hier nur einige Kriterien zu nennen.

0 Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online