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"GMÖ": Alle Details zur Sendung

Ein Blick in das mobile "Guten Morgen Österreich"-Studio.
© ORF/Milenko Badzic

Jeder Tag steht unter einem bestimmten Motto. Netto-Kosten liegen bei etwa sieben Millionen Euro für 2016.

Der ORF hat am Donnerstag die letzten Details seiner neuen Frühschiene bekannt gegeben. "Guten Morgen Österreich" startet, wie bereits seit einiger Zeit bekannt, am 29. März, die Moderatoren Eva Pölzl und Lukas Schweighofer präsentieren die Sendung abwechselnd und melden sich jede Woche aus einem anderen Bundesland. Zusätzlich wird jeder Tag unter einem anderen Motto stehen. Montags geht es viel um die Themen Gesellschaft und Kultur, dienstags dreht sich alles um Gesundheit und Natur. Am Mittwoch heißt das Thema Film und Fernsehen, donnerstags geht es um Arbeit und Wirtschaft und zum Wochenausklang am Freitag wird in der Sendung das Thema Freizeit und Sport behandelt. 

Bei der Präsentation des Formats am Donnerstagvormittag betonte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz noch einmal die Wichtigkeit des Projekts. So sähen die Menschen heutzutage viel mehr Fernsehen in der Früh als noch vor einigen Jahren. Wrabetz schätzt die Anzahl an Menschen, die in der Früh TV schauen auf etwa eine Million - aber natürlich über mehrere Stunden verteilt. Durchschnittlich sitzen derzeit etwa 230.000 Menschen in den frühen Morgenstunden vor dem Fernsehgerät. 

Sieben Millionen Euro Kosten in 2016

Die Kosten von "Guten Morgen Österreich" beziffert Wrabetz auf 12.000 Euro und schiebt hinterher - "pro Stunde". Das macht bei 600 Stunden (!) Programm im Jahr etwa 7,2 Millionen Euro. Netto liege man mit den Kosten bei sieben Millionen Euro, sagt der ORF-Chef. Wie bereits bekannt, sind in den verschiedenen Ausgaben auch immer Gemeinde-Porträts zu sehen, die diese dann kaufen können. "Die Porträts, ebenso wie der Tourplan, werden nach redaktionellen Gesichtspunkten erstellt", sagt Wrabetz. 

Besonders stolz ist man beim ORF auf die Tatsache, dass durch die neue Frühschiene auch die Infokompetenz im Haus gestärkt wird. So zeigt ORF 2 ab Ende März zusätzlich sechs "ZiB"-Ausgaben, insgesamt wurden für "Guten Morgen Österreich" 32 neue Mitarbeiter eingestellt. Damit könne man nun auch in der Früh auf tagesaktuelle Geschehnisse besser reagieren. Sendungsverantwortlicher Alexander Hofer sagt: "So eine Sendung wurde in dieser Form noch nicht gemacht, wir betreten also alle Neuland. Das macht die Sache ungeheuer spannend, fordernd und unvergleichlich. Wir sind aber topmotiviert und können es kaum noch erwarten, den Tag mit unseren Zuschauern zu beginnen."

Der Tourplan

Los geht's Ende März übrigens in Salzburg. Das Sendungs-Debüt findet in Obertauern statt (29. März), es folgen Werfen (30. März), Grödig (31. März) und Mattsee (1. April). In den Wochen danach macht das mobile Studio in Vorarlberg, Niederösterreich, Burgenland, Salzburg, Kärnten, Oberösterreich, Wien, Steiermark und Tirol - damit wären dann zunächst einmal alle Bundesländer besucht worden.

Online wird es auf der Webseite von "Guten Morgen Österreich" alle sendungsbegleitenden Infos geben - vom aktuellen Topthema bis zum Kochrezept des Tages. Interessierte finden hier auch alles Wissenswerte über die Moderatorinnen und Moderatoren, relevante Servicenummern sowie Foto- und Videomaterial. Eine interaktive Österreichkarte zeigt außerdem, wo sich das mobile Sendestudio derzeit befindet. In der ORF TVthek werden die Sendungsinhalte zum Nachsehen bereitgestellt.

ORF will bis Ende 2016 die Marktführerschaft zurück

Das große Ziel des ORF ist es, die Marktführerschaft am Morgen zurückzuholen. Das erklärte ORF-General Alexander Wrabetz bereits im November im großen HORIZONT-Interview, und bekräftigte dies nun noch einmal bei der Vorstellung des Formats. Trotz sich nur langsam ändernden Nutzungsverhalten wolle man das bis Ende des Jahres schaffen, betont Wrabetz.  

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