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Galerie: Medienexperten und Unternehmer diskutierten am Arlberg

© The Near Future Summit

Die zwölfte Auflage des "The Near Future Summits" ging Chancen und Herausforderungen rund um die Blockchain-Technologie auf den Grund und diskutierte, wie sich Medienunternehmen im Wettbewerb gegen die US-Digitalgiganten schlagen können.

Was als intimes Treffen unter Gleichgesinnten und Freunden als „Media and Lifestyle Summit“ seinen Anfang nahm, um aktuelle Themen und Entwicklungen zu diskutieren, ist heute eine der gefragtesten Think-Tank-Veranstaltungen. Der von Rudi Klausnitzer initiierte "The Near Future Summit" widmet sich alljährlich der Analyse von Trends und Hypes. Rund 100 nationale und internationale Medienexperten, Unternehmer und Entscheidungsträger diskutieren Strategien für die Herausforderungen digitaler Disruption und Transformation.

In diesem Jahr standen unter anderem die Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie, Verhaltensökonomie im Digitalzeitalter, das Learning für Marken aus dem Internetwahlkampf von Sebastian Kurz und Strategien im Umgang mit den Digitalgiganten aus den USA auf der Agenda des Think-Tank-Events, das schon Monate zuvor ausgebucht war. Das Event am Arlberg ist auch Geburtsort für Erfolgsgeschichten: 2009 trafen hier einander Campaigning Bureau-Gründer Philipp Maderthaner und Blue State Digital-Manager Thomas Gensemer, der die Software für Barack Obamas Wahlkampf lieferte, und sie starteten ihre Zusammenarbeit. Acht Jahre später vertraute auch Bundeskanzler Sebastian Kurz auf das smarte Campaigning, das 250.000 Menschen mit innovativen Ansätzen aktivierte.

„Technologische Entwicklungen beeinflussen unsere gesamte Gesellschaft. Der Dialog am The Near Future Summit" bietet die Möglichkeit, Trends einzuschätzen und sich dem gesellschaftlichen Umbruch aus unterschiedlichen Perspektiven zu nähern“, fasst Klausnitzer zusammen. „Wir müssen raus aus kleinlichem Wettbewerbsdenken und gemeinsam Konzepte für die sich immer schneller verändernde Welt entwickeln. Nicht der Große frisst heute den Kleinen, sondern der Schnelle den Langsamen!“

Das Programm im Detail
Unter dem Titel „Blockchain: Hype oder das nächste große Ding?“ diskutierten ETH Zürich Professor Roger Wattenhofer, Microsoft Österreich-Chefin Dorothee Ritz, Anexia-Gründer Alexander Windbichler und Perica Grasarevic vom Startup Contract Vault nicht nur über die oft mystifizierte Technologie von Blockchain, sondern auch über konkrete Anwendungsbeispiele jenseits von Kryptowährungen, die Microsoft in vielen Teilen der Welt und in unterschiedlichen Branchen bereits umsetzt und die – wie sich am Beispiel von Contract Vault gezeigt – auch im Bereich Recht disruptive Veränderungen bringen können.

Das Panel „Nudging Reloaded“ beschäftigte sich, von styria digital one-Geschäftsführer Alexis Johann moderiert, mit der Frage des richtigen Einsatzes von Verhaltensökonomie in Verbindung mit digitalen Technologien. Gerhard Fehr (Executive Behavioral Designer) präsentierte die Systematik von Nudges und Russmedia-Geschäftsführer Gerold Riedmann sowie Ulrike Kittinger (Ö-Card Bonusclub REWE) zeigten an Hand von Fallbeispielen, wie große Unternehmen Nudging in der Praxis zum Wohle der Kunden umsetzen.

„Frenemies” – Die Herausforderung für klassische Medien in Europa durch Facebook, Google und Co. und die Anforderungen an die Politik war das wohl am emotionalsten diskutierte Thema, bei dem Markus Breitenecker (CEO ProsiebenSat1 PULS 4), Thomas Kralinger (VÖZ Präsident und Geschäftsführer Kurier Medienhaus) und Alexander Mitteräcker (Vorstand Der Standard) auf die Benachteiligungen klassischer Medien gegenüber den großen digitalen Networks hinwiesen und mehr europäische Initiativen forderten, um die ungleiche Wettbewerbssituation zu beseitigen. N26 Bank-Gründer Valentin Stalf brachte seine Erfahrungen als digital orientierter Medienkonsument ein.

„Campaigning in the digital age“ brachte eine spannende Präsentation von Philipp Maderthaner (Managing Partner Campaigning Bureau), bei der er zeigte, was Marken aus der erfolgreichen Digitalkampagne für Sebastian Kurz lernen können. Arno Scharl (MODUL University Vienna und Managing Partner webLyzard technology) gab in „Visual Media Analytics – Strategic Insights from Digital Content Streams“ anhand von unterschiedlichen Beispielen einen detaillierten Einblick, wie mit der von ihm entwickelten Plattform digitale Informationen analysiert und grafisch dynamisch umgesetzt werden können, um optimale Insights zu bekommen. Was kommt, was bleibt?

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