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Gabor Steingart meldet sich mit „Morning Briefing“ zurück

© Handelsblatt

Am 11. Juni um kurz nach 6 Uhr landete das fortan täglich erscheinende „Morning Briefing“ erstmals seit der Handelsblatt-Trennung in den Postfächern seiner zahlreichen Abonnenten.

Im vergangenen Februar verließ Gabor Steingart, Herausgeber, Geschäftsführer und Miteigentümer, das Handelsblatt. „Differenzen in wesentlichen gesellschaftsrechtlichen Fragen“ waren der Grund für die Trennung nach sieben Jahren, ebenso wie „eine – nicht generell, aber im Einzelfall – unterschiedliche Beurteilung journalistischer Standards“, heiß es in einer offiziellen Erklärung. Der Journalist war bei Verleger Dieter von Holtzbrinck in Ungnade gefallen, nachdem er in seinem "Morning Briefing" von einem "perfekten Mord" des inzwischen abgelösten SPD-Chefs Martin Schulz am damaligen deutschen Außenminister Sigmar Gabriel schrieb.

Über Jahre hinweg wuchs die Leserschaft des „Morning Briefing“, schlussendlich konnte Steingarts Newsletter rund 700.000 Abonnenten verzeichnen. "Ich lasse Sie nicht mehr alleine aufwachen. […] Wir starten wieder gemeinsam in den Tag“, kündigte der Journalist nach der Handelsblatt-Trennung an.

Nun ist es soweit. Am Montag, dem 11. Juni, meldete sich Steingart mit der ersten Ausgabe seines täglichen Newsletters zurück. Gewohnt launig arbeitet sich der ehemalige Handelsblatt-Chef am gescheiterten G7-Gipfel, Angela Merkel und dem Zustand der deutschen Wirtschaft ab. Am Rande des European Newspaper Congress in Wien kündigte der Journalist im turi2.tv-Interview an, künftig sein „Morning Briefing“ um eine Podcast-Morningshow erweitern zu wollen.

[Peter Saxer]

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