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Frauen, ihre Netzwerke, Karrieren und Skills

Nina Leindecker-Purrer (Gründerin des Frauennetzwerkes "Women matter"), Michaela Huber (Senior Vice President for Health, Safety, Security, Environment & Sustainability OMV), Ana Simic (Gründerin des Frauennetzwerkes "Women matter"), Nora-Vanessa Wohlert (Gründerin EDITION F), Judith Denkmayr (Head of Corporate Development VICE CEE), Margarete Schramböck (CEO A1 Telekom Austria), Sonja Hammerschmid (Bundesministerin für Bildung), Doris-Christina Steiner (Digitalista) und Elisabeth Oberndorfer (Digitalista).
"Women matter" Event
© A1

Bei einem vom A1 Frauennetzwerk "Women matter" gemeinsam mit Digitalista initiierten Event wurde zum Thema "Female Future - Frauenkarrieren im digitalen Zeitalter" debattiert.

Ungeplante und überraschende Karrieren, Frauenbilder in den Medien und die Chancen für Frauen, die sich durch die Digitalisierung ergeben, waren die Kernthemen, zu denen gestern Abend Expertinnen aus Politik, Wirtschaft, Start-ups und Medium im Rahmen einer Podiumsdiskussion debattierten. Der Einladung in den A1 Austria Headquarter zum Event mit dem Thema "Female Future - Frauenkarrieren im digitalen Zeitalter" folgten zahlreiche weibliche Gäste aus den unterschiedlichsten Branchen. Als Podiumsgäste konnten Sonja Hammerschmid (Bundesministerin für Bildung), Corinna Milborn (Infodirektorin Puls 4), Nora-Vanessa Wohlert (Gründerin EDITION F), Michaela Huber (Senior Vice President for Health, Safety, Security, Environment & Sustainability OMV) und Margarete Schramböck (CEO A1 Telekom Austria) gewonnen werden. Keynote-Speakerin war Judith Denkmayr, Head of Corporate Development VICE CEE.

Wege ins Topmanagement

Zu ungeplanten und überraschenden Karrieren konnten alle Frauen mit Anekdoten aufwarten. Sonja Hammerschmid erzählte etwa von ihrem Werdegang und wie es dazu gekommen ist, dass sie schlussendlich Spitzenpolitikerin wurde. "In jedem einzelnen Karriereschritt habe ich mich neu definieren und neu erfinden müssen", so Hammerschmid. Dass der Weg ins Topmanagement nicht immer ein geebneter ist, bestätigt auch Michaela Huber: "Das erste halbe Jahr in einem neuen Job ist immer furchtbar, aber danach wird es leichter." Wichtig sei, Gelegenheiten beim Schopf zu packen und sich die Jobs zu schnappen, die man haben möchte, selbst wenn der Zeitpunkt ein unpassender ist. Corinna Milborn wurde etwa im fünften Monat ihrer Schwangerschaft zur Puls 4-Infodirektorin befördert.

Frauenbilder in Medien

Unisono einig waren sich die Podiumsgäste in der Notwendigkeit, ein anderes Bild von Frauen in Medien zu zeichnen. Dazu beitragen wollte auch Nora-Vanessa Wohlert, die sich vor zwei Jahren die Frage "Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?" stellte und daraufhin die weibliche Business- und Lifestyle-Plattform EDITION F gründete. Im Puls 4 News-Talk "Pro und Contra" werde etwa darauf geachtet, dass immer mindestens eine Frau an der Diskussion teilnimmt. "Die Suche nach der einen Frau kostet nicht selten 80 Prozent der Zeit", erzählt Corinna Milborn. Das habe vielfältige Gründe, etwa weil Frauen vom Publikum hinsichtlich ihrer Optik strenger bewertet werden und oft auch das Gefühl haben, zu wenig Fachwissen auf einem bestimmten Gebiet mitzubringen.

Vermittlung von Digitalkompetenzen

Und welche Chancen eröffnet die Digitalisierung den Frauen? "Durch die Digitalisierung öffnen sich Türen, die früher für Frauen verschlossen geblieben sind. Etwa die Chance, sich selbstständig zu machen, Dinge anzugehen und Dinge anders zu tun", sagt Margarete Schramböck. Damit dies auch gelingt, müsse schon frühzeitig angesetzt werden. Daher würden digitale Skills ganz oben auf der Agenda der Bildungsministerin stehen. "In der Digitalisierung sehe ich eine große Chance, dass Frauen sichtbar werden. Darum müssen wir speziell Mädchen adressieren und mit digitalen Skills ausstatten", so Hammerschmid.

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