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Fix: Post verkauft Bezirkszeitung an Styria und Moser Holding

Gratiszeitungsring mit Standbein in Wien komplettiert

"Der Post-Skandal: Uns allen reicht's" - so titelt die Wiener Gratiszeitung Heute am Freitag. Ein Schelm, wer denkt die Geschichte über "schlechten Kundenservice" und einen "Post-Boss, der 600.000 Euro kassiert" habe etwas mit dem Verkauf der WienerBezirkszeitung an den geplanten Gratiszeitungsring von Moser Holding und Styria Medien AG zu tun.



Später als ursprünglich geplant und doch überraschend plötzlich soll dieser Verkauf trotz heftigen medialen Widerstandes von KronenZeitung und Heute so bald wie möglich von Vorstand und Aufsichtsrat der Post AG abgesegnet werden. "In Anbetracht der Situation auf den Finanzmärkten, die auch an der Österreichischen Post AG nicht ganz spurlos vorüber gehen, ist es wirtschaftlich sinnvoll, den Verkauf der Bezirkszeitung noch heuer voranzutreiben", heißt es aus der Post gegenüber HORIZONT Online.

 

Der österreichweite Gratiszeitungsring von Styria und Moser Holding ist als Konkurrent für die Krone - insbesondere am überregionalen Anzeigenmarkt - konzipiert. Die neu gegründete Regionalmedien Austria AG, unter der die Gratiswochenzeitungen aus Styria und Moser Holding zusammengefasst werden sollen, erreicht 2,6 Millionen Leser (laut Regioprint), jedoch ohne Wien, Vorarlberg und Teilen Oberösterreichs.  Um die Bundeshauptstadt abdecken zu können, trat die Moser Holding als Bestbieter bei einer Ausschreibung der Post für die Wiener Bezirkszeitung auf. "Unser Angebot über 74,9 Prozent der Anteile ist am 31. Oktober 2008 abgelaufen. Wenn es noch im November zu einem Abschluss kommt, sind wir weiterhin an einem Erwerb der WienerBezirkszeitung interessiert", sagt die Sprecherin der Moser Holding, Mag. Elisabeth Berger auf Anfrage von HORIZONT online.



Wie berichtet, ist die kartellrechtliche Genehmigung des gesamten Gratiszeitungsrings von Styria und Moser Holding noch ausständig. Die Bundeswettbewerbsbehörde hat Rekurs eingelegt, mit einem Urteil des Obersten Gerichtshofes ist noch vor Ende des Jahres zu rechnen.

 

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