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EY-Studie: Niederösterreichische Unternehmen sehen Digitalisierung am pessimistischsten entgegen

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Während Wien wenig überraschend seinen Ruf als heimischer Digitalisierungs-Hotspot verteidigt, sehen niederösterreichische Unternehmer der digitalen Entwicklung weniger optimistisch entgegen.

Die Digitalisierung ist in den österreichischen Mittelstandsunternehmen längst angekommen, Tendenz weiter steigend: Bei drei von vier mittelständischen Unternehmen in Österreich (73 %) spielen digitale Technologien für das eigene Geschäftsmodell mittlerweile eine mittelgroße bis sehr große Rolle, im Vorjahr waren es nur 56 Prozent. Dies besagt eine aktuelle Studie der führenden Prüfungs- und Beratungsorganisationen in Österreich, EY, dessen Namen sich auf alle österreichischen Mitgliedsunternehmen von Ernst &Young Global Limited (EYG) bezieht.

Dafür wurden 900 mittelständische Unternehmen mit 30 bis 2.000 Mitarbeitern in Österreich befragt. Zudem konnte ein Optimismus-Gefälle je nach Betriebsgröße festgestellt werden: Während Großunternehmen digitale Technologien als Chance sehen (88 %), sind kleinere Unternehmen skeptischer (73 %). "Die Digitalisierung nimmt in den Geschäftsmodellen des österreichischen Mittelstands mittlerweile einen Fixplatz ein und steht ganz oben auf der Agenda. Dennoch driftet die digitale Zweiklassengesellschaft weiter auseinander, obwohl Digitalisierung keine Frage der Unternehmensgröße sein darf", kommentiert Gunther Reimoser, Country Managing Partner bei EY Österreich.

Im Bundesländer-Ranking liegen Unternehmen mit Sitz in Wien auch 2019 wieder vorne: 81 Prozent der Unternehmen in der Hauptstadt geben an, dass die Digitalisierung bereits jetzt von großer Wichtigkeit für das eigene Geschäftsmodell ist. Entsprechend sind Wiener Betriebe auch am optimistischsten gegenüber Zukunftstechnologien: 83 Prozent der Mittelständler in der Bundeshauptstadt sehen die Digitalisierung der Wirtschaft als Chance für ihr Unternehmen. Den zweiten Rang als digitaler Vorreiter sichert sich die Steiermark mit 79 Prozent, dicht gefolgt von Vorarlberg mit 78 Prozent. Schlusslicht ist Niederösterreich – in nur 66 Prozent der Unternehmen wird Digitalisierung eine große Rolle zugeschrieben. Demnach belegt das flächenmäßig größte Bundesland auch den letzten Platz im Optimismus-Ranking, nur 68 Prozent sehen die digitalen Entwicklungen als Chance. 

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