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Europäisches Netzwerk für Krisenkommunikation hat ambitionierte Ziele

„Wir sind gefunden worden“, erklärt Silvia Grünberger zur Kooperation europäischer Agenturen CCNE.
© Rosam.Grünberger Change Communications

Im HORIZONT-Exklusiv Interview skizziert Rosam.Grünberger Managing Partnerin Silvia Grünberger Hintergründe und Perspektiven der Allianz CCNE.

„Das Ganze ist aus einem Projekt entstanden, das mittlerweile abgeschlossen ist“, erklärt Silvia Grünberger den strategischen Zusammenschluss der vier europäischen Agenturen Engel & Zimmermann (Deutschland), Daviso PR Agency (Italien), Van Hulzen Communicatie (Niederlande) und Rosam.Grünberger (Österrreich) zu einem Netzwerk für Krisenkommunikation, Crisis Communications Network Europe (CCNE).  

„Unser gemeinsames Ziel ist es, Kunden zu betreuen, die europaweit tätig sind. Wir bei Rosam.Grünberger betreuen zum Beispiel Hofer. Hofer ist aber auch unter der Dachmarke Aldi in Deutschland, Benelux und Italien präsent. So versuchen wir uns mit unseren Partnern auszutauschen und zu vernetzen“, weist Grünberger die Strategie auf. Im Übrigen verrät sie, dass Rosam.Grünberger nicht gesucht, sondern „gefunden worden“ sei. „Engel & Zimmermann, immerhin eine Agentur mit über 90 Mitarbeitern, ist auf uns zugekommen und hat mit uns dann ein screening entworfen und uns sozusagen auserkoren als Gründungspart dabei zu sein“. Danach habe man gemeinsam eine Konzeption erarbeitet und Strategien entwickelt, wen man dabeihaben wollte und wie der Prozess initiiert werden sollte. „Die Kooperation mit den anderen beiden Agenturen ging so vonstatten, dass man sich bereits durch verschiedene Projekte gekannt hat. Ziel ist es uns nicht formal aufzublasen, sondern den Kundennutzen in den Vordergrund zu stellen“, betont Grünberger. „Wir wollen nicht Gremien schaffen und Sitzungen ohne Ende, sondern wir geben uns als Crisis Communications Network Europe (CCNE) eine unkomplizierte und schlagkräftige Struktur. Wir bekennen uns definitiv zur Krisenkommunikation und denken natürlich an – vorwiegend börsennotierte – Unternehmen, die im europäischen Kontext agieren, beispielsweise in der Finanzbranche“. Organisiert ist die Kooperation wie folgt: Die Partner treffen sich quartalsmäßig, ansonsten läuft die Zusammenarbeit im Projekt bei Kunden. Das Credo hierbei lautet: „Neue Partner werden nur aufgrund einer Empfehlung aufgenommen und beschlossen ist auch, dass bei uns immer das Einstimmigkeits-Prinzip herrschen muss“, sagt Grünberger im Interview. “Wir brauchen Partner, die ein Verständnis für Markenarchitektur mitbringen und Kommunikation entlang der Marke und der Corporate Identity betreiben“.

Brüssel sei ein fixes Thema. Man habe bei Rosam.Grünberger oft schon Überlegungen angestellt, in der europäischen Hauptstadt anwesend zu sein, aber aus strukturellen Gründen davor zurückgeschreckt, eine Dependance zu etablieren. Dort suche man jetzt im CCNE-Verbund eine passende Agentur. Weiters wolle man Partner in Frankreich und in Osteuropa gewinnen.

Für den neuen Wirkungskreis baut Rosam.Grünberger keine eigene Unit auf. Zunächst sind zwei von derzeit 15 Mitarbeitern in die Agenden eingebunden. Alle CCNE-Agenturen beschäftigen zusammen rund 150 Mitarbeiter.

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