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Entscheid über Gratismedien in der MA kommt

Dienstag: Verein MA setzt Aufnahme von Gratistiteln auf die Tagesordnung.

Auf der Agenda der nächsten Vorstandssitzung des Verein Media Analysen am Dienstag, 12. Mai 2009, steht der Tagesordnungspunkt „Aufnahme und Erhebung von Gratismedien“. Es gibt dazu drei Szenarien: Im unbefriedigsten Fall die Vertagung, im – wie von Beteiligten zu hören ist - unwahrscheinlichen Fall die Ablehnung – und im sehr realistischen Fall die Annahme.



 

Tritt dieser Fall ein, könnten gratis verbreitete Titel im Idealfall bereits ab Juli ganz klassisch in der MA erhoben werden und im Herbst 2010 in der rollierenden MA 2009/10 erstmals ausgewiesen werden. Davor steht allerdings noch einiges zu klären an: Die Kosten für die einzelnen, großteils regional verbreiteten Titel – und die Form der Ausweisung. Alphabetisch zwischen den erhobenen Kauftiteln – also beispielsweis „Heute“ zwischen „Die Presse“ und „Kleine Zeitung“ – oder in einem eigenen Teil Gratistitel? Mit diesem Schritt, so ist zu hören, soll einerseits dem Wunsch von Verlegern von regionalen Wochenzeitungen und insbesondere „Heute“-Herausgeberin Eva Dichand sowie den Mediaagenturen nachgekommen werden, in der MA erhoben und ausgewiesen zu werden. Die ursprünglich überlegte Variante, die mittlerweile anerkannte und bewährte „Regioprint“ (siehe www.vrm.at ) einfach analog zu Radiotest, Teletest und Konsum-Analyse in die MA zu fusionieren, ist vom Tisch: Die Regioprint hat im Gegensatz zur ganzjährig erhobenen MA eine Feldzeit von nur vier Monaten – das brächte erhebliche methodische Probleme.



Allerdings ist davon auszugehen, dass die Regioprint gute Chancen hat, ihre Mitglieder zu halten und ihren Bestand zu sichern – fragt sie doch in einer ganzen Batterie Qualitätsmerkmale wie Lesehäufigkeit und Blattkontakte, subjektive Lesedauer, Leser-Blatt-Bindung und Nutzungsmotive auf die Titel bezogen ab oder erhebt Einkaufshäufigkeiten und Bankverbindungen, auf Handelsketten und Bankinstitute bezogen.