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Ein Jahr DSGVO: Unternehmen sind laut Umfrage nicht sicherer geworden

Im Rahmen des Austrian Business Checks befragt der KSV1870 zwei Mal jährlich Unternehmen in Österreich zu aktuellen Themen. An der Umfrage im März haben rund 700 Unternehmen teilgenommen.
© APA / DPA

Der aktuellen "Austrian Business Check"-Umfrage zufolge, ist die EU-Verordnung keine Bremse für die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen.

Ein Jahr nach Inkrafttreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat sich laut aktueller "Austrian Business Check"-Umfrage am Sicherheitsempfinden in den Firmen wenig geändert. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (53%) geben zu, dass die DSGVO nichts am bestehenden Sicherheitsniveau verändert hat. Im Gegensatz dazu nehmen gerade einmal 14 Prozent Verbesserungen "auf ganzer Linie" wahr. 

Entgegen der allgemeinen Befürchtung, die neue EU-Verordnung könnte die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen maßgeblich negativ beeinflussen, zeichnen die Umfrage-Ergebnisse ein anderes Bild. Denn 62 Prozent der Befragten geben an, dass sich die DSGVO nicht negativ auf die Unternehmensfinanzen ausgewirkt hat. Weitere 30 Prozent geben jedoch zu, dass sie zumindest ein kleiner Bremsklotz für die Finanzen ist. Laut "Austrian Business Check" ist das am häufigsten im Handel (48%) der Fall.

Jene Maßnahme, die im Rahmen der DSGVO bislang am häufigsten umgesetzt wurde, bezieht sich auf Daten- und IT-Sicherheitsmaßnahmen (52%), die eingeführt oder angepasst wurden. Beim geforderten "Verzeichnis der Verarbeitungen" hat aktuell noch immer jedes zweite Unternehmen Aufholbedarf. In diesem Bereich sind Dienstleistungsbetriebe (55%) noch am besten aufgestellt. 

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