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e-Privacy Regulation bedroht Kinderschutz

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Kinderrechtsorganisationen aus 26 EU-Mitgliedsländern warnen, dass der strengere Privatsphäre-Schutz das Aufspüren von Missbrauchsdarstellungen von Kindern im Netz erschwert.

ECPAT Österreich ist eine von mehr als 50 Kinderrechtsorganisationen (u.a. auch ECPAT International), die Änderungen an dem Entwurf der e-Privacy Regulation  fordern. Am 3. Und 4. Dezember soll darüber in einem EU-Ministerratstreffen diskutiert werden.

In einem Brief an Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, warnen die Organisationen davor, dass durch die vorgeschlagenen Änderungen die Sicherheit von Kindern und deren Wohlergehen in Gefahr sei. Der Einsatz von Software zur Identifizierung von Missbrauchsdarstellungen von Kindern auf den Servern von Unternehmen  wird durch die vorgeschlagenen Änderungen erschwert.

"Momentan nutzen viele Unternehmen innerhalb der Europäischen Union auf freiwilliger Basis Programme wie Microsoft PhotoDNA. Dadurch kann der Großteil der Missbrauchsdarstellungen von Kindern im Netz entdeckt, an die Behörden gemeldet und in Folge gelöscht werden", heißt es in der Aussendung von ECPAT. So meldete zum Beispiel Facebook im Oktober, dass innerhalb der letzten drei Monate solche Programme mehr als 8,7 Millionen Bilder identifizieren konnten, die gegen Richtlinien in Hinblick auf Nacktheit von Kindern verstoßen haben. Die meisten Bilder konnten noch vor der Veröffentlichung erkannt werden. Auch Google hat angedeutet, dass 99% aller illegalen Inhalte durch technische Programme identifiziert werden. 

„Wird der Entwurf so angenommen, wäre das ein enormer Rückschlag für Regierungen, Strafverfolgungsbehörden, NGOs und dem privaten Sektor im Kampf gegen die Darstellung von sexueller Gewalt an Kindern im Netz“, betont ECPAT Österreich Geschäftsführerin, Astrid Winkler. 

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