Horizont Newsletter

Drei Start-ups, die den Alltag smarter machen

© Fotolia (Maksim Pasko)

Immer mehr österreichische Start-ups bieten dank smarter Technologien Lösungen, die das tägliche Leben effizienter gestalten. Eine Auswahl von drei Beispielen.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 26/2018 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Direkt ohne Umweg zu einem freien Parkplatz fahren. Die Waschmaschine dann nutzen, wenn der Strompreis gerade besonders günstig ist. Den Wasserzählstand elektronisch an die Gemeinde übermitteln. Mit solchen Ideen versuchen österreichische Start-ups, das tägliche Leben effizienter und smarter zu gestalten. Laut dem WKO-Gründerservice werden jährlich – je nachdem, wie man Start-up definiert – zwischen 500 und 1000 neue Start-ups in Österreich gegründet: Immer mehr davon arbeiten mit smarten Technologien.

Per TV-Show zum Exportschlager
Das Start-up Parkbob etwa bietet einen Smart-Parking-Service. Die App kombiniert Echtzeit-Parkdaten aus verschiedenen Quellen mit einer Datenbank aus Parkregeln und verknüpft diese mit Geo-Informationen. Resultat: freie Parkplätze in Echtzeit und Angaben, wo Parken in der Nähe des Aufenthaltsortes erlaubt ist und was es kostet. Die Daten bekommt das Unternehmen von der Telekom Austria und der Stadt Wien. Das Wiener Unternehmen gibt es seit 2015, der Durchbruch kam in der Puls 4-Investorenshow „2 Minuten 2 Millionen“, nach der auch A1 auf das Unternehmen aufmerksam wurde, es finanziell unter die Fittiche nahm und ihm vor allem den Weg in die HandyParken-App ebnete. Mittlerweile ist die App in rund 39 Städten innerhalb Europas und den USA verfügbar.

Smarter Strom für Deutsche
Ebenso ihren Kunden Nerven und Kosten sparen will die aWATTar GmbH mit Informationen zum aktuellen Strompreis. Das Wiener Start-up ist ein Ökostromanbieter, der seinen Kunden einen stündlichen Stromtarif übermittelt. Das Prinzip dabei: Je sonniger und windiger es draußen ist, desto billiger ist der Strom. Denn zu diesen Wetterbedingungen kann besonders viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen ins Netz eingespeist werden, so dass die Preise auf dem Strommarkt fallen. AWATTar gibt diese wetterabhängigen Preise an seine Kunden weiter. Diese können stromfressende Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler dann benutzen, wenn der Strom am billigsten ist. Mit der Geschäftsidee wollen die Gründer Simon Schmitz und Peter Votzi einerseits beim Sparen helfen und andererseits den Nutzen von erneuerbaren Energien fördern. Gemeinsam mit dem heimischen Elektrotechnologie-Unternehmen Fronius wagt man nun auch den Schritt über die Grenze: Ab dem Sommer ist damit erstmals auch in Deutschland ein variables Strommodell auf dem Markt.

Wasserzähler 2.0
Das Unternehmen Symvaro digitalisiert mit seinen Smart-City-Apps die Wasser- und Abfallwirtschaft. So hat das in Klagenfurt ansässige Start-up eine „Müll App“ kreiert. Diese Applikation liefert den Nutzern einen Müllkalender mit entsprechender Erinnerung an die Müllabholung und eine Müllkarte mit Entsorgungsplätzen in der Nähe. Eine weitere Produktentwicklung des Teams rund um Gründer und CEO Rudolf Ball heißt Waterloo: eine digitale Verwaltung von Wasserzählerdaten. Die App ermöglicht etwa, den Zählerstand von Haushalten an Gemeinden zu übermitteln. Symvaro gibt es seit 2010, im Februar zeigte die deutsche Diehl Gruppe mit einem 16-prozentigen Einstieg nachhaltiges Interesse an den Konzepten.

[Flavia Forrer]

0 Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online

Das könnte Sie auch interessieren