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Digitaler Werbemarkt innerhalb von fünf Jahren verdoppelt

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Laut aktueller AdEx-Benchmark-Studie sind die Ausgaben auf 48 Milliarden Euro gestiegen. Die Hälfte fließt aber in die USA.

Die gute Nachricht zuerst: Im Jahr 2017 hat der digitale Werbemarkt um 13,2 Prozent auf 48 Milliarden Euro zugelegt; verglichen mit 2012 bedeutete das nahezu eine Verdopplung des Volumens. Das ergab die aktuelle AdEx-Benchmark-Studie, die das Interactive Advertising Bureau Europe veröffentlichte. Hintergrund ist vor allem das starke Wachstum bei Social-, Mobile- und Videoinvestitionen – und hier kommt die schlechte Nachricht ins Spiel: Von diesen profitieren die US-Digitalgiganten besonders.

„Das starke zweistellige Wachstum glänzt nur auf den ersten Blick: Alleine in Österreich fließen rund 50 Prozent der Spendings in die USA ab. Mit dem Inkrafttreten der EU-DSGVO befinden wir uns an einem Scheideweg für die Branche. Wir müssen die Nutzererfahrungen weiter verbessern und den Beitrag der digitalen Werbung für die europäische Wirtschaft hervorheben“, kommentiert iab-austria-Präsident André Eckert (Russmedia Digital).

Die Zahlen der aktuellen Studie zeigen, dass insgesamt 20 Märkte zweistellige Zuwächse verzeichnen konnten, wobei in allen 27 untersuchten Märkten Mobile mit zweistelligen Zuwächsen dominierte. Mobile Display-Werbung wuchs sogar um mehr als 40 Prozent und macht nun in Summe 42 Prozent der gesamten Display-Werbung aus, Video mehr als ein Viertel. Auch die Ausgaben für Social Media stiegen mit 38 Prozent ähnlich an. Video-Werbung verzeichnete mit 35 Prozent gleich viermal höhere Zuwächse als klassische Display-Werbung. Angetrieben wurde das Video-Wachstum vor allem durch Out-Stream-Werbung, die mit 73,4 Prozent ein deutlich stärkeres Wachstum als In-Stream-Werbung (6,9 Prozent) erzielen konnte.

[Andreas Puschautz]