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Die „Medien-11“ der Fußball-WM 2018 in Russland

Die "Medien-11" der WM 2018

APA-DeFacto hat jene Spieler der Weltmeisterschaft 2018 ermittelt, die in der bisherigen Berichterstattung der österreichischen Medien am sichtbarsten waren. Den ersten Platz sichert sich der mehrfache Weltfußballer Cristiano Ronaldo.

Bei der Fußball-WM in Russland wartet auf die besten Spieler der Welt nun das Finale. APA-DeFacto, die Media Intelligence Unit der APA – Austria Presse Agentur und offizieller Medienbeobachtungs-Partner der österreichischen Fußball-Bundesliga, hat nun jene Spieler der Weltmeisterschaft 2018 identifiziert, die in der bisherigen Berichterstattung der österreichischen Medien am sichtbarsten waren und damit, ausgehend von ihrer angestammten Position am Rasen, einen Platz in der „Medien-11“ der Fußball-WM 2018 verdient haben.

Für das Mediensample wurden vom 7. Juni bis 12. Juli 2018 drei österreichische Radio- und Fernsehsender, 13 News-Sites und 20 Printmedien untersucht. Mehr als 200.000 Beiträge sind in die Auswertung eingeflossen, 732 Spieler wurden insgesamt ausgewertet. Die Grundlage der Spielerbewertung stellen zwei Indikatoren dar, die kombiniert den verbuchten Präsenzindex in Punkten ergeben: Intensität und Häufigkeit der Berichterstattung. Auffallend ist, dass Stürmer eine hohe mediale Sichtbarkeit genießen. Dies ist auch der Grund dafür, weshalb sich die DeFacto-„Medien-11“ gleich mit vier Torjägern am Platz positioniert. Mit einem Präsenzindex von 54,0 Punkten führt der portugiesische Ausnahmespieler Cristiano Ronaldo die Liste an. Auch nach seinem Ausscheiden im Achtelfinale bleibt Ronaldo – durch seinen Transfer zu Juventus Turin – medial im Gespräch und steigert während der letzten Tage des Turniers sogar noch seine Präsenzwerte.

Knapp dahinter belegen der brasilianische Ballkünstler Neymar (47,2 Punkte) und der argentinische Wirbelwind Lionel Messi (43,8 Punkte) die Plätze zwei und drei. „Einzeln verbucht jeder dieser drei Spieler mehr Aufmerksamkeit als das gesamte Mittelfeld der aktuellen ‚Medien-11‘“, fasst Manuel Kerzner, Medienanalyst von APA-DeFacto, das Ergebnis der drei Superstars zusammen. Als Draufgabe steht mit dem Engländer – und möglichen Torschützenkönig – Harry Kane (22,6 Punkte) noch ein vierter Stürmer in der Mannschaftsaufstellung. Bereits deutlich dahinter positionieren sich die Spieler aus dem Mittelfeld. Der seit gestern feststehende Finalteilnehmer Luka Modrić aus Kroatien (12,6 Punkte) verzeichnet hier vor seinen deutschen Spielerkollegen Toni Kroos (10,4) und Mesut Özil (9,8) die höchsten Werte. „Toni Kroos verbucht die meisten Beiträge in der Zeit der Gruppenphase, Mesut Özil hingegen besonders davor und danach“, so Kerzner.

Mit Modrić scheint damit in der „Medien-11“ nur ein Spieler auf, der im Finale am Sonntag zwischen Kroatien und Frankreich auflaufen wird. Im Index positioniert sich der Torwart der „Medien-11“, Jordan Pickford aus England, noch vor den Verteidigern. Diese spielen - zumindest in Hinblick auf die mediale Berichterstattung - nicht in derselben Liga. Als Dreierkette bilden die beiden Teamkapitäne Sergio Ramos aus Spanien (6,2) und Andreas Granqvist aus Schweden (6,1) sowie der Deutsche Jérôme Boateng (5,2) den Rückhalt der „Medien-11“. Die klare Überraschung der Aufstellung ist der Skandinavier und Neo-Familienvater Andreas Granqvist. „Ereignisse abseits des Turniers, wie ausgelassene Feiern oder Vaterschaftsfreuden, haben wiederholt für Aufsehen gesorgt. Im Fall von Andreas Granqvist verschafft ihm u.a. sein Töchterchen Mika einen Platz in der ‚Medien-11‘ der WM 2018“, so Manuel Kerzner. Der imaginäre Trainer der Mannschaft wäre übrigens der Deutsche Jogi Löw (22,8 Punkte), dem österreichische Medien nach dem Ausscheiden in der Vorrunde besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt haben.

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