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Die große Branchenbefragung - das sagt die Marketing-Branche

Marco Harfmann (A1 Telekom), Leodegar Pruschak (Raiffeisenwerbung), Thomas Saliger (XXXLutz), Gerhard Fritsch (Spar). (c) XXXLutz, Spar, Sabine Schneider, A1 Telekom

Ein HORIZONT-Streifzug durch die laut Focus am stärksten werbenden Unternehmen zeigt, was die Manager 2017 beschäftigt hat – und was sie auf ihrer Agenda für das kommende Jahr haben?

Das ist der 2. Teil der Coverstory des aktuellen bestseller - das Wirtschaftsmagazin für die Kommunikationsbranche aus der HORIZONT-Redaktion.

Unter diesem Link können Sie den „bestseller“ gemeinsam mit HORIZONT und update im HUB-Abo bestellen.

 

Thomas Saliger, Marketingleiter XXXLutz

HORIZONT: Mit welchem Thema haben Sie sich im Jahr 2017 in Ihrem Unternehmen am meisten beschäftigt und warum?

Wir beschäftigen uns vor allem mit Promotions und frequenzsteigernden Maßnahmen.

Von Trends bis Ereignisse: Was hat Sie im Jahr 2017 besonders überrascht?

Vor allem hat uns die Resonanz auf unsere Wahl/Politiker-Kampagne überrascht.

Welcher Themenbereich wird 2018 die Branche prägen und warum?

Wir werden uns vor allem mit dem Thema Kundenpromotions in den Einrichtungshäusern beschäftigen.

 

Gerhard Fritsch, Konzern Marketingleiter SPAR Österreichische Warenhandels AG

Es ist zu erwarten, dass sich die Marketingbudgets moderat entwickeln. Im Bereich von Social Media erwarten wir wieder eine Verstärkung und eine Steigerung gegenüber 2017! In diesem Zusammenhang sind auch die Themen Datenschutz-Grundverordnung und ePrivacy-Verordnung zu sehen, die uns 2018 sicherlich stark beschäftigen werden.

 

Leodegar Pruschak, Bereichsleiter Group Marketing und GF der Zentralen Raiffeisenwerbung

HORIZONT: Mit welchem Thema haben Sie sich im Jahr 2017 in Ihrem Unternehmen am meisten beschäftigt und warum?

Die Themen Digitalisierung mit dem Augenmerk auf Kundennähe sowie Datenschutz-Grundverordnung aufgrund von Markt- und Branchenentwicklungen, Kundenbedürfnissen sowie gesetzlichen Vorgaben.

Von Trends bis Ereignisse: Was hat Sie im Jahr 2017 besonders überrascht?

Das Übermaß an Dirty Campaigning in der Wahlwerbung.

Welcher Themenbereich wird 2018 die Branche prägen und warum?

Das Thema Digitalisierung/Convenience wird weiterhin im Fokus sein, da manche Branchen erst am Anfang stehen.

War Ihrer Meinung nach früher alles besser?

Nein.

 

Marco Harfmann, Director Transformation & Marketing Communications A1 Telekom Austria AG

Mit welchem Thema haben Sie sich im Jahr 2017 in Ihrem Unternehmen am meisten beschäftigt und warum?

A1 verfolgt mit seiner Strategie „Empowering Digital Life“ konsequent das Ziel, die digitale Zukunft Österreichs mitzugestalten. Was bedeutete das konkret für 2017? Zum einen wurde die Netz-Infrastruktur weiter ausgebaut. Dieses Netz ist sozusagen die Lebensader der Digitalisierung und damit die Basis für die Verbreitung anspruchsvoller Internetdienste wie Streaming-, Multimedia- und Cloud-Services. Parallel dazu erfolgte der Spatenstich für das neue Hightech-Datencenter. Hier werden 40 Millionen Euro investiert. Wir beschäftigten uns aber auch intern mit der Digitalisierung. Das bringt neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit über organisatorische Grenzen hinweg. A1 nutzt das Business-Netzwerk Workplace von Facebook bereits konzernweit, und das ist in Wirklichkeit ein Motor für den Kulturwandel: Nur so können wir die Digitalisierung glaubwürdig begleiten – indem wir sie im Team selber proaktiv leben.

Von Trends bis Ereignisse: Was hat Sie im Jahr 2017 besonders überrascht?

Mich hat positiv überrascht, wie rasch und vielfältig sich die Digitalisierung entwickelt. Smart Cities entstehen, Smart Home etabliert sich am Markt, für die Generation 60 plus entstehen neue Konzepte. A1 startet die „A1 eSports League Austria“. Und es geschieht noch viel mehr! Die Digitalisierung wird unser Leben entscheidend weiterentwickeln – und das in überraschend kurzer Zeit.

Welcher Themenbereich wird 2018 die Branche prägen und warum?

Die massive Rechenleistung, stark zunehmende Vernetzung und neue Technologien im Bereich der 3D-Visualisierung werden Virtual Reality und Augmented Reality voranbringen. Hier erwarte ich eine Vielzahl an neuen Geschäftsfeldern. Gleichzeitig wird der Geschäftsbereich Big Data Analytics stark an Bedeutung gewinnen. Smart-City-Projekte werden unsere Städte intelligent, sauber und insgesamt lebenswerter machen. Und Smart Home wird die Haushalte digitalisieren – somit werden sich schon bald viele Menschen über neuen Komfort und Lebensqualität freuen können. Gleichzeitig wird es darauf ankommen, dass moderne Security-Konzepte das in die IT-Systeme gesetzte Vertrauen absichern. Wir führen laufend Gespräche mit unseren Medienpartnern, um einen optimal auf die Zielgruppen abgestimmten Mediamix zu erzielen. Daher ist die Frage nicht statisch zu beantworten.

War Ihrer Meinung nach früher alles besser?

Nein, die Digitalisierung führt dazu, dass die Art, wie wir lernen, wie wir arbeiten, wie wir leben, schon jetzt einem sehr starken Wandel unterzogen ist und sich in den nächsten Jahren massiv entwickeln wird. Dieser Wandel wird jeden Einzelnen betreffen. Es geht darum, diesen Wandel nicht einfach passieren zu lassen, sondern aktiv mitzugestalten. Der Weg zum Smart Life hat in Wirklichkeit schon längst begonnen. Welche Chancen warten konkret auf uns alle? Chance auf neue Jobs, mit radikal neuen Aufgabenstellungen: Search Engine Marketing Manager, Social Media Manager, Data Scientist, Customer Journey Analyst und viele mehr. Chance für lebenslange Bildung, die neuen Wohlstand schafft – nicht nur für den Einzelnen, sondern für ganze Regionen und Wirtschaftsstandorte. Chance auf das Ausschöpfen neuer kreativer Potenziale – die erst durch neue Formen der Zusammenarbeit frei werden. Daher freue ich mich auf eine spannende digitale Zukunft!

 

Anm. Angefragt wurden die Top 10 Unternehmen nach Werbespendings (lt. Focus)

 

Den 1. Teil der aktuellen bestseller-Coverstory – "Die große Branchenbefragung - das sagt die Medien-Branche" finden Sie hier

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