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DBT-Event: Mythen rund um den kalifornischen Geist

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Die Networking-Reihe Digital Business Trends (DBT) der APA – Austria Presse Agentur und styria digital one startete mit einem Start-up-Thema ins neue Jahr.

Am Donnerstagabend trafen sich rund 200 Personen der heimischen Digitalbranche im Haus der Musik zum Auftakt 2017 der Networking-Reihe Digital Business Trends (DBT), die von der APA und styria digital one organisiert wird. Diesmal als Thema auf der Agenda: „Silicon Valley-Mindset – Vom ‚kalifornischen Geist‘ und anderen Mythen“.

Mit einem Impulsstatement leitete Burton Lee, Professor an der renommierten Stanford University, als Ehrengast den Abend ein. Lee lehrt an der Stanford University zum Thema "Europäisches Entrepreneurship und Innovation" und ist außerdem Geschäftsführer von Innovarium Ventures, einem Beratungsunternehmen zum Thema Innovation.

Hitzige Debatte

Die Keynote hielt Antoinette Rhomberg (Werksalon Co-Making Space); mit ihr diskutieren dazu im Anschluss Sabine Bothe (A1 Telekom Austria), Thomas Faast (FH Technikum Wien/FEEI), Birgit Hofreiter (TU Wien), Oliver Krizek (NAVAX Unternehmensgruppe), Rafael Rasinger (Wirtschaftskammer Österreich) und Jürgen Schmidt (STRG.AT).

Dabei ging es teils recht hitzig zu. Schmidt kritisierte, dass in Wien Informatik-Studienplätze geschlossen worden seien - woraufhin Hofreiter auf die knappen Ressourcen verwies und betonte, dass es in anderen österreichischen Städten noch freie Studienplätze gebe. Attackiert wurde auch die Pflichtmitgliedschaft in der Wirtschaftskammer, was Rasinger mit einem Verweis auf internationale Projekte für Start-ups - wie "Go Slicon Valley" oder GIN - konterte. Außerdem nannte Rasinger Zahlen zu Investments in Start-ups: Während im Silicon Valley 2015 35 Milliarden Dollar investiert wurden, waren es im gesamten DACH-Raum nur 3,9 Milliarden Dollar.

Ein aufkeimendes Schimpfen über die Politik wollte Rhomberg nicht stehen lassen und wandte sich in Richtung Publikum: "Für Sudern gibt es keine Credits. Wenn wir über Politiker schimpfen, sollten wir bedenken, dass wir sie gewählt haben", sagte sie. Gründen bedeute auch, auf gewisse Dinge zu verzichten - und das ist nicht für jedermann das Richtige.

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