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Back to the Future: Hurra, die Facebook Shops sind wieder da

So wird die Integration des Shops in die mobile Version der Facebook Pages aussehen Foto: Shopify.com

F-Commerce war schon vor knapp fünf Jahren in aller Munde. Jetzt dürfte er wieder top aktuell werden. So ganz weg war er ja nie. Nur nie besonders erfolgreich – bis jetzt. Mit der zunehmenden Nutzung von Facebook auf mobilen Endgeräten wurden die Shops, die sich mit Tabs auf den Unternehmensseiten integrieren lassen, einfach immer mehr obsolet. Denn am Handy gibt es die Tabs nicht, und damit dann auch keinen Shop.

Kooperation mit Shopify
Das wird nun anders. Facebook hat in einer Kooperation mit Shopify nun einen neuen Shop Bereich - optimiert für die mobile Version - gelauncht. Spannend ist vor allem die besonders prominente Integration des Shops als eigenen Abschnitt, mit starkem visuellen Fokus, direkt unterhalb des „About“ Absatzes auf der Unternehmensseite. Von dort aus gelangt man dann in den auf Facebook integrierten Store, in dem alle Funktionen, bis hin zum Check-Out genutzt werden können, ohne Facebook zu verlassen.

Damit wird E-Commerce über das Social Network wieder attraktiv. Doch sollte die Euphorie nicht gleich zu überschwänglich werden. Denn nur wenige User besuchen die Page von Unternehmen tatsächlich direkt. Die meisten Touchpoints finden über den Newsfeed statt und dort sehen sie den Store natürlich auch trotz des neuen Shop Bereichs weiterhin nicht.

Ad Formate in Planung?
Es ist also naheliegend, dass Facebook wohl als nächstes auch Werbeformate bringt, die Traffic in den F-Commerce Store bringen. Shopping Ads gibt es ja jetzt bereits mit externer Verlinkung.

Rented Land
Zudem sollte einem klar sein, wenn man den Store auf Facebook integriert, egal ob in der neuen oder der alten Form, dass man sein Haus auf fremden Grund errichtet. Der Facebook Shop sollte also nie der Ersatz, für die E-Commerce Aktivitäten auf der eigenen Website sein. Schließlich macht man sich damit ungemein abhängig von den Launen des Social Network Giganten. Und wie sich die auswirken können, hat man ja deutlich beim Verfall der organischen Reichweiten der Unternehmens-Postings sehen können.

Durchaus sinnvoll kann aber ein Facebook Shop zusätzlich zum eigenen Store sein. Über Shopify ist auch die Wartung entsprechend komfortabel, was den Mehraufwand in tragbarem Rahmen halten sollte.

Als erstes werden bestehende Shopify Kunden die Option bekommen, den Store im neuen Format auf ihren Pages zu integrieren. Wer noch kein Kunde ist, kann sich hier auf eine E-Mail Liste setzen lassen, um als erstes über den Launch zu erfahren.

Was sagt ihr zum Aufleben des F-Commerce? Versuchen wir hier ein totes Pferd zu reiten, oder steigt der Phönix aus der Asche? Lasst mich eure Meinungen in den Kommentaren wissen.
[Michael Weberberger]

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