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Anpatzen im Wahlkampf wirkt

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Eine US-Studie belegt die signifikante Wirkung von politischer Negativ-Werbung – unter gewissen Umständen.

Negative Werbung in der Politik funktioniert grundlegend. Das ist die zentrale Erkenntnis einer US-Studie, die von Forschern der University of British Columbia in Zusammenarbeit mit Kollegen der Georgetown University und der Emory University in Atlanta durchgeführt wurde. Aber: Sie ist doppelt so effektiv, wenn sie direkt von einem Kandidaten kommt, und nicht von anderer Seite. Dann kann sie auch einen signifikanten Effekt auf Wahlbeteiligung und Stimmanteile in einem Zweiparteien-Syystem haben.

Herabwürdigende Werbung, die Attribute der Zielperson attackiert oder kritisiert, die ähnlich, aber schwächer als die des Angreifers sind, soll die Aufmerksamkeit des Publikums durch einen aggressiven Angriff auf die Schwäche des Gegners lenken. Die Forscher zeigen aber auch, dass es für Kandidaten am besten ist, den Angriff selbst zu führen. Negative Werbung kann in Hinblick auf die Beeinflussung von Präferenzen und Wahlbeteiligung stark sein, aber nicht in jedem Fall. Wenn die Angriffe von den Kandidaten selbst kamen, erwiesen sie sich als doppelt so effektiv wie von den in den USA verbreiteten politischen Aktionskomitees.

"Wenn es um die Mobilisierung von Wählern geht, stellten wir fest, dass negative Werbegrafiken von Kandidaten einen signifikanten Effekt auf die Wahlbeteiligung haben, aber negative Werbung von politischen Aktionskomitees bei der Mobilisierung von Wahlbeteiligungen ineffektiv sind", heißt es in der Studie.

 

[Andreas Puschautz]

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