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Amazon: Kein Support mehr für verkaufte Dash-Buttons

Keine Bestellungen mehr über Amazons Dash-Buttons ab Ende August.
© Amazon

Mit Ende August stellt Amazon seinen Support für die 2015 eigens geschaffenen Dash-Buttons ein. Damit können dann auch keine Bestellungen mehr getätigt werden.

Im März 2019 war es so weit: Amazon stellte den Verkauf seiner „Dash-Buttons“ ein. In insgesamt sieben Ländern waren diese Buttons im Angebot: USA, Deutschland, Japan, Großbritannien, Italien, Spanien und Frankreich. Mit Ende August kann man dann auch keine Bestellungen mehr über den Button tätigen.

Anfang des Jahres gab es erste rechtliche Probleme mit dem Dash-Button: Amazon hatte im Jänner 2019 in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht München einen Rechtsstreit mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen um die Knöpfe verloren. Die Richter entschieden, dass Amazon gegen Gesetze zum Onlinehandel verstoße, weil beim Einkauf klare Informationen zu Inhalt, Preis und der Hinweis auf eine zahlungspflichtige Bestellung fehlten. Der Online-Händler will sich künftig auf verwandte digitale Dienste konzentrieren, hieß es dazu in einer Aussendung von Amazon. Dazu gehören virtuelle Varianten der Dash Buttons, die man sich auf der Amazon-Website oder in der App einrichten kann. 

Dash 2.0

Der Grund für das Ende der Dash-Buttons liegt aber einfach auch daran, dass sich die Technik weiterentwickelt hat. Mittlerweile gibt es Dienste, die nachbestellen, bevor ein Vorrat zur Neige geht – und die Belieferung stoppen, wenn genug da ist. Amazon hat mit dem Dash Replenishment einen proprietären Dienst geschaffen, der genau das macht. Und andere Online-Händler wie Otto zogen nach. Otto hat mit dem hauseigenen Startup Orderthis einen ähnlichen Dienst geschaffen, der aber für alle Home-Connect-Endgeräte zur Verfügung steht. Die zugrundeliegende Plattform kann immerhin sinnvollerweise auch von anderen Anbietern und Händlern integriert werden.

Neue Strategien

Der Dash-Button war 2015 zunächst eine logische Weiterentwicklung der Kooperationen zwischen Handelsunternehmen und Weißwarenproduzenten. Und genau diese „White Good Industry“ überlegt seit geraumer Zeit neue Strategien, etwa die Geräte direkt mit FMCG-Produkten auszustatten. Und Amazon selbst will künftig verstärkt auf Bestellungen über seinen Sprachassistenten Alexa setzen. 

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