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AGTT Screenforce Day 2019

Walter Zinggl (AGTT, IP Österreich), Malte Hildebrandt (Screenforce), Uschi Durant (Screenforce), Ines Imdahl (Rheingold Salon), Oliver Stribl (RTR), Helene Karmasin (Karmasin Behavioural Insights), Michael Stix (ProSiebenSat.1Puls4), Oliver Böhm (ORF-Enterprise), Maurizio Berlini (Goldbach), Gerald Neumüller (SevenOneMedia), Martin Krapf (Screenforce), Gerhard Riedler (Red Bull Media House).
© AGTT / Langegger

Unter dem Motto „Welcome to the Magic of TV“ begrüßte bereits zum vierten Mal die Arbeitsgemeinschaft Teletest (AGTT) am Donnerstag, dem 23. Mai 2019, im Studio 44 der österreichischen Lotterien mehr als 350 Gäste zum Screenforce Day 2019, der größten Veranstaltung zum Thema TV und Bewegtbild in Österreich.

Als Gastgeber hieß AGTT-Obmann Walter Zinggl gemeinsam mit Screenforce-Geschäftsführer Martin Krapf die Anwesenden willkommen, durch den Nachmittag führte TV-Moderatorin Alexandra Wachter. „Wir sind Bewegtbild. Emotionale Bilder für das emotionalste Medium“, rief Zinggl seinen Gästen zu. „Bei uns steht TV für Total Video. Das ist hochwertiger und markensicherer Broadcast-Content, der über alle Verbreitungswege, für jedes Device und für jede Nutzungssituation ausgespielt wird – von Lean Back bis Lean Forward“, fasste Martin Krapf in seiner Begrüßung wesentliche Vorteile von TV zusammen.

'Nehmt Onlinern die Werbung weg'

In ihrer Keynote forderte Ines Imdahl, Inhaberin der Kölner Marktforschungsagentur Rheingold Salon, den Onlinern die Werbung wegzunehmen. Sie kritisierte, wie Onlineangebote mit Werbung umgehen – Stichwort nerviges (Re-)Targeting – oder was das Phänomen YouTube mit Jugendlichen macht. Gerald Neumüller, Leiter der Forschung beim TV-Vermarkter SevenOneMedia, weihte im Anschluss das Publikum in seinem gleichnamigen Vortrag in „das Geheimnis erfolgreicher Kreation“ ein.

Im Anschluss stellte Walter Zinggl, zum letzten mal in seiner Funktion als AGTT-Obmann und Oliver Stribl, Geschäftsführer des Fachbereichs Medien der RTR, die aktuelle Studie zur Bewegtbildnutzung  2019 vor. Wie die unterschiedlichen Bewegtbildangebote von den Österreicherinnen und Österreichern genutzt werden, untersucht die GfK Austria seit 2016 im Auftrag von AGTT und Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR).

Der größte Nutzungsanteil entfällt mit 187 Minuten nach wie vor auf Klassisches TV. Im Schnitt aller Jahre und in allen Zielgruppen konsumieren neun von zehn Österreicherinnen und Österreichern täglich bewegte Bilder. Dabei gibt es fast keine Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Bei den unter 30-Jährigen nutzen 87 Prozent täglich Bewegtbildangebote, bei Personen über 50 Jahren sind es 93 Prozent. Ein Großteil entfällt auf Angebote von TV-Sendern: Vier Fünftel aller Österreicherinnen und Österreicher nutzen täglich TV (klassisch oder online), ein knappes Drittel nutzt Videoplattformen wie Youtube oder Netflix (Tagesreichweite 80 Prozent  zu 29 Prozent).

Online Bewegtbild-Nutzung stagniert

Der gesamte Online Bewegtbild-Konsum, also die Nutzung von Fernseh-Inhalten auf Mediatheken und Videos auf YouTube, Netflix und andere erzielt bei den über 14-Jährigen aktuell einen Marktanteil von 18 Prozent - fast ein Drittel davon entfällt auf Mediatheken von TV-Sendern (5 Prozent). Bei den jungen Menschen im Alter bis 29 Jahre findet bereits 47 Prozent des Bewegtbildkonsums online statt. Allerdings schwächte sich das bislang sehr dynamische Wachstum in diesem Bereich merklich ab und beträgt nun 3 Prozentpunkte (2018 und 2017 betrug das Wachstum noch jeweils plus 10 Prozentpunkte).

Produkte, Marken und Profile

Helene Karmasin, Leiterin von Karmasin Behavioural Insights, referierte in einem launigem, von vielfachem Beifall unterbrochenem Vortrag, über Produkte und Marken in der zeitgenössischen Gesellschaft. „Der eigentliche Wert von Produkten entsteht nicht nur durch ihren funktionalen Nutzen, sondern vor allem durch ihre Bedeutung: Diese Bedeutung muss kommuniziert werden - viele Markterfolge sind Konsequenzen einer raffinierten semiotischen Inszenierung“, erklärte die Doyenne der österreichischen Marktforschung. Der Münchner IT-Sicherheitsexperte Tobias Schrödel klärte die Gäste des AGTT Screenforce Day 2019 schließlich mit seinem Vortrag „Mein Profil - abgesaugt, verkauft und gehackt?“ äußerst kurzweilig über mögliche Bedrohungen ihrer persönlichen Nutzerdaten auf, die er anhand von in Echzeit vorgeführten Beispielen zum Erschrecken der Zuschauer vorführte.

AGTT-Obmann Walter Zinggl zeigt sich zufrieden: „Auch beim Screenforce Day 2019 konnten wir unseren Gästen wieder einen gelungenen Mix aus hochwertigen Referenten mit spannenden Themen bieten. Es freut mich persönlich, dass wir mit diesem Event eine optimale Gelegenheit für alle TV-Macher und -Vermarkter geschaffen haben, sich gemeinsam Themen und Zielen zu widmen, die alle angehen. Mit der dabei jährlich präsentierten Bewegtbildstudie haben wir zudem ein Instrument, dass zeigt, was Sache ist und – dank Zeitreihe – auch, wie sich die Nutzung entwickelt. Wie sich auch 2019 wieder gezeigt hat, ist und bleibt TV unter den Nutzungsformen von Bewegtbild unangefochten die Nummer Eins – und das in allen Zielgruppen.“

Die wesentlichen Ergebnisse der RTR/AGTT Bewegtbildstudie 2019 sind einem kompakten Reader zusammengefasst. Dieser und weitere Informationen sowie eine Nachlese zum AGTT Screenforce Day 2019 finden sich auf www.screenforce.at

Mehr Details dazu lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe, die am 31. Mai erscheint. 

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