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A1 Social Impact Studie: Österreicher lieben Lifehacks

A1 CEO Margarete Schramböck und GfK Austria-Gesellschafter und Konsulent Rudolf Bretschneider.
© A1

82 Prozent der befragten Internet-User bilden sich im Internet weiter – selbst Senioren tun dies vermehrt. Aber: einige sehen das Risiko, dass so gefährliches Halbwissen verbreitet wird

Seit 1999 führt der Mobilfunker A1 bereits die "A1 Social Impact Studie" in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut GfK Austria durch. Nun liegen die Ergebnisse der aktuellen, repräsentativen Erhebung vor, die von Mitte bis Ende Juni 2016 durchgeführt wurde. Dazu wurden 1.100 Handynutzer ab 12 Jahren online befragt, Aufhänger war dabei die Debatte: "Werden wir durch das Internet dümmer?"

Schenkt man den Ergebnissen der Studie Glauben, dann lautet die Antwort zusammenfassend: Nein, ganz im Gegenteil. Denn wie die Kernergebnisse der Erhebung zeigen, werden die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Weiterbildung und Erweiterung der eigenen Fertigkeiten im Internet immer stärker wahrgenommen.

82 Prozent schätzen Lifehacks

Was das im Detail bedeutet? 82 Prozent aller Probanden nutzen so genannte "Lifehacks", Do it yourself-Videos und ähnliche Anleitungen beziehungsweise Weiterbildungsmöglichkeiten im World Wide Web. Zwei Drittel gaben außerdem an, dass sie die gefundenen Tipps sogar tatsächlich in die Tat umgesetzt haben. Angesprochen auf das Motiv, sich derartiger Lifehacks zu bedienen, sagen vier von fünf Befragten, dass sie damit akute Probleme und Bedürfnisse lösen möchten. Weitere bedeutende Motive sind aber auch, sich interessehalber neues Wissen anzueignen und etwas langfristig zu erlernen.

Dazu erklärt A1-CEO Magarete Schramböck: "Egal ob Kochrezept, Handyreparatur oder Fitness-Tutorial: Wie die A1 Social Impact Studie 2016 zeigt, hat sich das Internet in den unterschiedlichsten Bereichen zur ersten Anlaufstelle für Rat und Wissen entwickelt. Dank der leichten Zugänglichkeit, den ständig verfügbaren Inhalten sowie einer gewissen Anonymität und Unabhängigkeit ersetzt das Web in vielen Bereichen sogar Freunde und Familie als wichtigste Ratgeber."

Kulinarik, Navigation und Sex

Angesprochen darauf, zu welchen Interessensgebieten sich die User besonders gern Ratschläge im Internet holen, wurden Kulinarik, Verkehr und Navigation sowie der Bereich "Gesundheit, Körper und Sexualität" besonders häufig genannt. Unter den bis 24-jährigen dominiert indes der Körperkult, genauer gesagt Fragen rund um Fitness und Sport. Rudolf Bretschneider, Gesellschafter und Konsulent bei der GfK Austria GmbH, erläutert: "Dabei lässt sich festhalten, dass die so genannte Generation Z ihr Wissen vor allem über Videos erweitern will, nicht über geschriebene Informationen. So konsumieren rund zwei Drittel der bis 19-Jährigen mehrmals pro Woche Lifehacks über YouTube. Auch im Praxisbereich machen es diese Videos für Jugendliche leichter bestimmte Dinge selbst auszuprobieren und zu erlernen."

Senioren ziehen mit

Interessant: Lifehacks und Tutorials spielen nicht nur im Leben der jüngeren Generation eine Rolle – auch Senioren sind immer häufiger an Tipps und Tricks aus dem Internet interessiert. Drei Viertel der Senioren ab 70 Jahren, die Lifehacks nutzen, sehen diese als Möglichkeit, sich Informationen ohne Abhängigkeit von anderen zu beschaffen. Generell lässt sich also sagen, dass der Großteil der befragten Österreicher davon überzeugt ist, dass Wissensvermittlung im Internet das tägliche Leben erleichtert und in einer modernen Gesellschaft unverzichtbar ist. Gleichzeitig kommt allerdings – vor allem seitens der Millennials und von Akademikern – die Kritik auf, dass damit gefährliches Halbwissen verbreitet werden könnte.

WhatsApp weiter auf dem Vormarsch

Neben dem Thema der Wissensvermittlung hat sich die A1 Social Impact Studie in diesem Jahr abermals wieder mit der Nutzung von Kommunikationsdiensten auseinandergesetzt. Die zentrale Erkenntnis: Kommunikationsdienste sind weiter auf dem Vormarsch und konnten im Vergleich zum Vorjahr nochmals an Usern zulegen. So nutzen mittlerweile bereits sieben von zehn Österreichern WhatsApp. Damit hat die Anwendung sogar Facebook (mit rund sechs von zehn Usern unter den Befragten) überholt. Snapchat und Instagram werden indes bereits von mindestens einem Drittel der Altersgruppe bis 24 genutzt. Rund die Hälfte dieser User nutzt diese Plattformen mehrmals täglich.

"Wir sehen die Entwicklung, dass sich die Österreicherinnen und Österreicher im digitalen Bereich oftmals lieber im kleinen, geschlossenen Kreis austauschen. Den bis 24-Jährigen sind Kommunikationsdienste wie WhatsApp sogar nahezu gleich wichtig wie das Sprechen von Angesicht zu Angesicht. Gemeinsam mit dem persönlichen Gespräch ist das der wichtigste Kanal, um mit Freunden und Familie zu kommunizieren", sagt Schramböck dazu.

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