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Auf der Suche nach der Generation Z: "Tagesschau" setzt auf TikTok

Die "Tagesschau" will junge Leute nun über TikTok erreichen.
© TikTok

Seit heute ist Deutschlands älteste Nachrichtensendung auf der chinesischen Video-Plattform offiziell vertreten. Bereits im Frühling erklärte die "Tagesschau" über Facebook, an einem neuen Angebot für junge Zuschauer zu arbeiten.

Obwohl die App bereits über 500 Millionen User in ihren Bann gezogen hat, spielt TikTok in den Strategien der österreichischen Werbern, Marken und Medien noch keine nennenswerte Rolle (HORIZONT berichtete). In Deutschland ist die Plattform, die eher für kurze Tanz- und Comedy-Videos als politische Inhalte bekannt ist, bereits im Kommen.

Um die junge Zielgruppe über einen weiteren Kanal zu bespielen, ist die "Tagesschau" seit heute mit einem verifizierten Account auf TikTok präsent. Allerdings sind darauf zum jetzigen Zeitpunkt (10:52 Uhr) noch keine Videos zu finden. Gegenüber "Augsburger Allgemeine" erklärte die Pressestelle des NDR, der die Tagesschau produziert, man wolle sich erst äußern, "wenn es soweit ist und es etwas mitzuteilen gibt".

Besonders die Twitter-Community sieht das bevorstehende Engagement der "Tagesschau" auf der chinesischen Video-Plattform kritisch. TikTok soll Videos von den Protesten in Hongkong zensieren und Inhalte, die sich in positiver Weise auf Homosexualität beziehen, blockiert haben. Zudem soll die US-Regierung zuletzt geprüft haben, ob die Video-App Daten an die chinesischen Behörden weiterleitet.

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