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Facebook: 80 Prozent der gelöschten Hassrede durch Software erkannt

© Facebook

Der Einsatz von Software zur Erkennung von Hassrede bei Facebook hat einen neuen Spitzenwert erreicht. Im dritten Quartal wurden 80 Prozent der deswegen gelöschten Inhalte automatisiert vom Online-Netzwerk selbst identifiziert, wie Facebook am Mittwoch berichtete. Im ersten Quartal lag der Wert noch bei 68 Prozent.

Facebook hatte nach Kritik den Einsatz von Software zur Erkennung von Hassrede und Hetze stark ausgebaut. Aus dem halbjährlichen Bericht ging auch hervor, dass Facebook im vergangenen Quartal 1,7 Milliarden gefälschte Accounts löschte. Das waren 500 Millionen weniger als im ersten Quartal - Facebook führt das auf eine bessere Vorsorge zurück, die das Anlegen falscher Accounts verhindere.

Auch Instagram-Daten

Der Bericht zur Erfüllung von Facebooks Verhaltensregeln enthielt zum ersten Mal auch Daten der zum Konzern gehörenden Fotoplattform Instagram. So wurden im vergangenen Quartal zum Beispiel 4,4 Millionen Inhalte mit Bezug zum Handel mit Drogen bei Facebook entfernt - bei Instagram seien es 1,5 Millionen gewesen.

Auch das österreichisches StartUp DeepOpinion beschäftigt sich mit der automatischen Erkennung von Inhalten bei User-Postings. Stefan Engl, CEO von DeepOpinion, sprach dazu Ende Oktober im Interview mit dem HORIZONT über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, die Möglichkeiten in Bezug auf das EuGH-Hassposting-Urteil und die Herausforderungen der Branche in Österreich.

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