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Neuer "Schauplatz": Heidi Lackner verlässt den ORF und wird Porträtmalerin

Heidi Lackner und ihr "lipstick on Boy" Öl/Leinwand
© Privat

30 Jahre Journalismus sind genug, sagt Heidi Lackner, Chefin des ORF-Reportageformats "Am Schauplatz". Ab Mitte Jänner widmet sie sich einer neuen Profession: Sie wird Porträtmalerin.

"Es war immer mein Traum, und er reift schon ein ganzes Leben lang." Nun, nach 30 Jahren Journalismus wagt Heidi Lackner, 1970 in Wels geboren, den Schritt in ein neues Leben. Mit Mitte Jänner verabschiedet sie sich vom ORF und wird freischaffende Künstlerin, spezialisiert auf Porträtmalerei. "Ein guter Zeitpunkt", sagt sie im HORIZONT-Gespräch, "ich habe lange überlegt, in einer Phase, in der du kleine Kinder hast (zwei Kinder im Alter von mittlerweile elf und 14 Jahren; Anm.), ist das nicht denkbar".

'Menschenbilder'

Die Sendungsverantwortliche und Moderatorin der ORF-Reportagesendung "Am Schauplatz" erhielt erst im Vorjahr den "Fernsehpreis der Erwachsenenbildung" für die Sendereihe, vor ihrer Zeit im ORF (seit 2000) war sie für Oberösterreichische Nachrichten, den Falter, und das damalige Polit-Magazin Format tätig. Eigentlich habe sie, so sagt Lackner, - egal ob im Journalismus oder in der Malerei - immer Menschen porträtiert.

Lackner studierte an der Akademie der Bildenden Künste in der Meisterklasse von Professor Hans Scheirl, Auftragsporträts malt sie schon "seit etlichen Jahren. Jetzt habe ich mir zwei Jahre Zeit gegeben, dann muss es laufen". Was ihr am ORF am meisten fehlen wird? "Die Arbeit im Schneideraum, auch das ist ja ein kreativer Prozeß."

Die letzte "Am Schauplatz"-Sendung mit der leidenschaftlichen Pferdefreundin und passionierten Läuferin wird am 15. Jänner in ORF 2 ausgestrahlt. Wer ihr in der Funktion als Sendungsleiterin nachfolgen wird, ist offen. Die Ausschreibung des Jobs ist bereits erfolgt. Als einer der Favoriten gilt "Am Schauplatz"-Redakteur Klaus Dutzler.

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