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Desktop poliert österreichische Viewability-Bilanz auf

Obwohl es bei der Viewability im Quartalsabstand keine Fortschritte gab, liegt Österreich weiterhin weit vor anderen europäischen Ländern.
© Meetrics

Laut dem aktuellen Quartalsreport von Meetrics kann Österreich weiterhin mit überdurchschnittlichen Werten bei der Viewability von Digitalwerbung punkten - das allerdings zu einem Gutteil dank der Werte bei Desktop-Anzeigen, während die Erfolgsrate bei Mobile leicht gesunken ist.

Der Dienstleister für Digitalwerbung, der neben Daten zur Viewability auch Dienste im Hinblick auf Brand Safety und Ad Fraud anbietet, hat inzwischen sechs Länder in seinem Portfo - neben D-A-CH auch Frankreich, Polen und Schweden - , deren Daten zur Visibility sich zum Teil deutlich voneinander unterschneiden. Österreich schneidet bei einem durchschnittlichen Wert von 58 Prozent Visibility mit seinen 68 Prozent deutlich besser ab, Besonders groß ist der Vorsprung bei Desktop-Formaten mit 84 Prozent im Vergleich zum internationalen Schnitt von 62 Prozent. Auch die Viewable Viewtime liegt mit 34,1 Sekunden deutlich höher als die internationalen 23,7 Sekunden.

Weniger groß sind die Unterschiede bei Mobile: Die Viewability in Österreich ist mit 55 Prozent auf dem kleinen Schirm nur unwesentlich besser als die internationalen 53 Prozent, allerdings auch hier mit deutlich besseren Werten bei der Viewable Viewtime mit 25,1 Sekunden und damit doppelt so viel wie die internationalen 12,7 Sekunden. Die Untersuchung untermauert zudem österreichische werberische Eigenarten, nota bene das Medium Rectangle, das sowohl auf dem Desktop als auch Mobile respektable Werte aufweist, vor allem außerhalb des D-A-CH-Raums aber de facto keine Rolle spielt.

Generell sind die Raten sowohl im Hinblick auf Viewability als auch Viewable Viewtime innerhalb des letzten Quartals gesunken. Was Mobile angeht, kann sich Österreich diesem Trend nicht entziehen: Die Viewability ist um zwei Prozentpunkte gesunken, die Viewable Viewtime um 1,1 Sekunden. Entgegen dem Trend sind die Werte bei Desktop-Formaten in Österreich dafür um zwei Prozentpunkte beziehungsweise 0,3 Sekunden gestiegen. Bei den Gründen für mangelnde Sichtbarkeit schließlich ist Österreich wiederum auf der Linie des europäischen Schnitts: Anzeigen unterhalb des sichtbaren Bereichs (37 Prozent), zu kurze Anzeigedauer (19 Prozent) und nur zu einem Teil innerhalb des sichtbaren Bereichs platzierte Werbung (18 Prozent) sind, wie auch international, die häufigsten Gründe für mangelnde Werbesichtbarkeit.

Für Deutschland, Frankreich und Polen stehen darüber hinaus Werte für digitale Bewegtbildwerbung zur Verfügung. In allen drei Ländern liegt die Viewability (83 Prozent im Durchschnitt) deutlich über normaler Display-Werbung, die Viewable Viewtime (21,3 Sekunden) allerdings zum Teil deutlich darunter.