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Wahlkampf-Aufgabe mündet in Whitepaper zu User Consent

Das Consent-Management-Tool auf der neuen Website der Grünen entspricht zum Unterschied von vielen "Cookie-Bannern" tatsächlich den DSGVO-Vorgaben.
© e-dialog/Die Grünen

Von der Aufgabenstellung der Grünen an e-dialog, den digitalen Wahlkampfauftritt rechtlich bis ins Letzte einwandfrei zu gestalten, haben alle digitalen Content-Provider und Marketer etwas: Die Wiener Digitalagentur fasste ihre Schlussfolgerungen in einem Whitepaper zusammen, das nun zum Download bereitsteht.

Dass die Grünen entsprechend ihren politischen Positionen auf einen in Sachen Datenschutz einwandfreien digitalen Auftritt achten müssen, ist naheliegend. Elementarer Bestandteil davon ist die überall in der einen oder anderen Form zu findende CMP (Consent Management Platform), die oft genug jedoch nur in Form eines "Cookie-Banners" abgefertigt wird. Diese erfüllten bei genauer Betrachtung gar nicht die Vorgaben der DSGVO, betont man bei e-dialog, und verweist nun auf die CMP, die von den Datenschutz-Experten der Agentur für die Website der Grünen entworfen wurde.

Bei der CMP für die Partei achtete e-dialog darauf, die Einwilligung der Nutzer zur Datenverarbeitung datenschutzkonform einzuholen, zu verwalten und zu dokumentieren. Auch alle Informationen in der Datenschutzerklärung verständlich offenzulegen, sei ein wichtiger Punkt, betont die Agentur. Thimo Fiesel, Wahlkampfleiter der Grünen, unterstreicht zudem, der Partei sei es "besonders wichtig, dass die Nutzer und Nutzerinnen unserer Website verstehen und entscheiden können, was mit ihren Daten passiert". Man wolle die Wählerschaft ebenso ernst wie die Datenschutzgesetze nehmen.

Die Digitalagentur ist überzeugt, dass die CMP der Grünen nun "im Parteienvergleich am besten abschneidet" und die Partei zu "Vorreitern bei einem DSGVO-konformen Set-up für digitales Marketing" macht. Es geht jedoch nicht nur um die Erfüllung rechtlicher Pflichten, sondern auch den Dialog mit dem User als Kapital: "User profitieren von einer informierten Entscheidung und nachvollziehbarer Dokumentation, wie mit ihren Daten umgegangen wird." Agenturgründer und CEO Siegfried Stepke ist überzeugt, dass die Gestaltung von CMPs fundamental am Vertrauensaufbau bei Usern mitwirken könne. Anlass für das nun zum Thema veröffentlichte Whitepaper war für e-dialog der Blick auf die Umsetzung von User Consent bei "vielen Websites - nicht nur von Parteien". Dabei habe man festgestellt, dass offenbar "der Bedarf an fundierter Information groß ist".

 

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