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ÖJC will an Gatterer-Preis festhalten

ÖJC-Präsident Fred Turnheim.
© Bernhard Moestl

Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) will den Prof. Claus Gatterer Preis auch künftig vergeben, teilte er am Donnerstag in einer Aussendung mit. Zugleich wurden die jüngst öffentlich gewordenen Vorwürfe erneut zurückgewiesen. Diese seien "nicht überprüft" worden und "allesamt unrichtig", kritisierte der Vereinsvorstand.

"Die Finanzgebarung ist von Rechnungsprüfern sowie einer externen Steuerberatungskanzlei überprüft und in Ordnung befunden worden und die Generalversammlung hat den Vorstand entlastet", hieß es. Zudem wurde betont, dass "alle Funktionäre des ÖJC statutengemäß ehrenamtlich tätig waren und sind".

Bezüglich der öffentlich gewordenen Abrechnung des Gatterer-Preises 2013 hielt der Vorstand fest, es handle sich "um eine vereinsinterne Gesamtkostenaufstellung in Höhe von 44.970,97 Euro." Die Kosten habe der ÖJC "überwiegend aus eigenen Mitteln" getragen, wurde betont: Der Fördergeber - damals noch das Land Südtirol - habe 9.500 Euro bezahlt.

Dass nach Publikwerden der Vorwürfe - der Tiroler Blogger Markus Wilhelm war damit an die Öffentlichkeit gegangen - das Land Burgenland und die Esterhazy-Betriebe ihre Unterstützung aufgekündigt haben, bedauert der ÖJC-Vorstand "außerordentlich". Dennoch werde man den Preis weiterhin vergeben. Am Mittwoch hatten die bisherigen Preisträger den Rückzug des Clubs als Organisator der Auszeichnung gefordert.

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