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Van der Bellen eröffnete Puls24 mit Plädoyer für Medienfreiheit

"Ohne unabhängige Medien, ohne neugierige intelligente, unbefangene Journalistinnen und Journalisten" könne Demokratie nicht funktionieren, so der Bundespräsident.
© Puls 24

Höchste Weihen hat der neue heimische Nachrichtensender Puls 24 zum offiziellen Start am Sonntag erfahren: Bundespräsident Alexander Van der Bellen nahm die symbolische Eröffnung per Buzzer selbst vor. Ernster fielen zuvor seine Worte zur Bedeutung von Medien für die Demokratie aus.

Live ging der neue Sender freilich schon vor der offiziellen Eröffnung: Um 18:50 berichtete Moderator Fabian Kissler die Nachrichten des Tages. Im ersten News Talk vor dem offiziellen Sendestart war zudem Außenminister Alexander Schallenberg zu Gast. Wolfang Bachmayer (OGM) analysierte für den Sender aktuelle Umfragewerte vor der Wahl. Dann schließlich konnte Infochefin Corinna Milborn den Bundespräsidenten, eskortiert von CEO Markus Breitenecker und Senderchefin Stefanie Groiss-Horowitz, willkommen heißen.

Bevor Van der Bellen den Sender symbolisch eröffnete, meinte er in einer kurzen Rede: "Wie funktioniert liberale Demokratie? Ohne Medien sicher nicht. Ohne unabhängige Medien, ohne neugierige intelligente, unbefangene Journalistinnen und Journalisten, in einer Welt, die durch Medienvielfalt geprägt ist. All das ist unverzichtbar für das richtige gute Funktionieren einer Demokratie, und deswegen freue ich mich, dass Puls 4 diese Initiative startet, einen neuen Nachrichtensender zu machen. Ich wünsche Ihnen alles Gute." Breitenecker  betonte seinerseits, "wir sind ein journalistisches Projekt, wir sind ein Medium, das sich als journalistische Leitlinie vorgegeben hat: Wir beleuchten beide Seiten.“ 

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein verwies in einer Video-Grußbotschaft an den Sender auf die verfassungsrechtlich garantierte Meinungsfreiheit: "Meinungsfreiheit, Meinungsvielfalt, Medienfreiheit, Medienvielfalt sind für eine lebendige Demokratie unabdingbar. Und gerade mir als frühere Präsidentin des österreichischen Verfassungsgerichtshofes und jetzige Bundeskanzlerin sind diese Grundsätze sehr sehr wichtig. Unsere Demokratie lebt von diesen Grundsätzen und gerade in etwas unruhigen Zeiten, die wir heute erleben, ist eine breite, sachliche Information ganz ganz wichtig. Ich wünsche daher dem neuen Sender und Ihnen persönlich alles erdenklich Gute, viel Erfolg und ich freue mich über diese neue Medienvielfalt."

Im Anschluss widmete sich der Sender seinem Programm mit zwei Ausgaben von "Wahlarena live" mit Sebastian Kurz und Peter Pilz.

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