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ÖAK zeigt stabile Print-Landschaft mit "stillen" Angreifern

In gleich mehreren Print-Segmenten sind die Mitbewerber bei der Auflagenstärke näher zusammengerückt.
© APA/dpa

Die neuen ÖAK-Zahlen zeichnen das Bild einer stabilen Print-Landschaft in Österreich. Trotzdem gibt es abseits eines großteils unveränderten Rankings in den einzelnen Print-Gattungen reichlich Bewegung - und das, vor allem dank einiger "stiller" Angreifer, auch in Richtung Auflagensteigerung.

Die Rangordnung unter den heimischen Print-Playern hat sich durch die am Dienstag veröffentlichten Halbjahreszahlen der Österreichischen Auflagenkontrolle erwartungsgemäß nicht verändert. Über alle Kategorien hinweg gibt es dennoch bemerkenswerte Bewegung. Im Segment der Kauf-Tageszeitungen etwa legt die Kronen Zeitung weiterhin mit 717.442 Stück verbreiteter Auflage im Wochenschnitt die Benchmark vor. Das bedeutet im Jahresabstand allerdings einen Rückgang um etwa 50.000 Stück unter der Woche, wodurch etwa der Abstand zur Kleinen Zeitung (297.785) relativ geringer wurde. Zudem gibt es mit den Salzburger Nachrichten und der Presse zwei Zeitungen, die ihre verbreitete Auflage auch unter der Woche steigern konnten. Der Rest der Mitbewerber hielt die Auflagen unter der Woche im Wesentlichen stabil.

Noch stabiler als unter der Woche präsentiert sich der Zeitungsmarkt an Sonntagen und Feiertagen. Die Kronen Zeitung führt auch hier mit dem Spitzenwert von über 1,12 Millionen verbreiteter Auflage und damit stabilen Zahlen im Vergleich zum Vorjahr das Feld an. Auch alle Mitbewerber auf den Plätzen (Österreich, Kleine Zeitung, Kurier, Tiroler Tageszeitung) hielten ihre Auflagen. Ins Auge fällt jedoch ein deutlicher Zuwachs auf 89.339 Stück bei der Presse am Sonntag. Unverändert sind schließlich auch die Positionen auf dem Gratis-Zeitungsmarkt: Heute führt mit 558.107 Stück, auch wenn die Kombination von Österreich und oe24 mit einem leichten Plus nun bei 547.144 auf- und damit nähergerückt ist. Die TT kompakt verteidigt ihr Terrain im Westen mit de facto unveränderten 11.651 Stück verbreiteter Auflage.

Neue und altbekannte Größen

Das Feld der Gratis-Wochenzeitungen wird wie immer von den RMA-Medien dominiert, die in Summe mit über 3,34 Millionen Stück verbreiteter Auflage ihren Status hielten. Bei unveränderter Reihung konnten die Kärntner Regionalmedien, der Grazer und die Obersteirische Rundschau leichte Auflagenzuwächse verbuchen. Nicht mehr gelistet wird das Salzburger Fenster. Die wöchentlichen Kauftitel präsentieren sich ebenso stabil. Abseits des traditionellen Spitzenreiters der heimischen Kirchenzeitungen (120.545) führen die NÖN (103.396) und BVZ (17.892) das Feld an. Im Markt der (in der ÖAK als solche gelisteten) Supplements sind leichte Auflagenrückgänge mit einer Ausnahme zu beobachten: tele behält den Spitzenplatz, ist allerdings wie die mediaprint.tv-Kombi leicht unter die Millionengrenze gesunken. Einzig schau konnte unter den Supplements die Auflage steigern.

Was die RMA-Medien unter den Gratis-Titeln ist, bleibt die ganze Woche bei den wöchentlichen Kaufmagazinen: Mit 279.197 musste der Titel allerdings wie auch alle anderen Mitbewerber (auf den Plätzen: tv media, Woman, News, profil  und trend) Abstriche bei der Auflage machen. Besser geht es im Schnitt den monatlich und seltener erscheinenden Magazintiteln. Hier gibt es sogar Änderungen im Ranking: Spitzenreiter bleibt zwar Servus in Stadt & Land (279.197), neuer zweiter Platz ist jedoch die ORF nachlese (71.510), neuer dritter Platz Gewinn (64.298) - beides dank steigender Auflagen. Neuer Spitzenreiter bei den Gratis-Magazinen ist, wohl auch dank veränderter Vertriebsstrukturen, das 110%-Magazin (1.103.104), gefolgt von einem im Vergleich zum Vorjahr kaum veränderten Ranking auf den folgenden Plätzen (Weekend, active beauty). Auch das Segment der Mitglieder-/Kundenzeitschriften und Gratis-Fachzeitschriften führen mit auto touring (1.818.009) und den Wirtschaftskammerzeitungen (513.063) altbekannte Größen an.

Details und Analysen zu den neuen ÖAK-Zahlen lesen Sie nächste Woche in der HORIZONT-Ausgabe 33-35. Noch kein Abo? Hier klicken!

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