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Europa erwartet Aufwind im Werbeklima

© EACA

Laut einer europaweiten Studie steigt der Werbekonjunktur-Optimismus wieder an. Österreich spielt dabei im Ländervergleich im oberen Drittel mit. Internationale Herausforderung bleiben aber die Arbeitskräfte.

Dieser Bericht ist zuerst in Ausgabe Nr. 31/32/2019 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Der europäische Blick auf die künftige Werbekonjunktur wird wieder optimistischer. Das ergibt der vergangene Woche veröffentlichte European Advertising Business Climate Index der European Association of Communications Agencies (EACA). 1.500 Agenturen und Marktforschungsunternehmen, darunter auch aus Österreich, ließen in Befragungen das Geschäftsvertrauen in die Werbeindustrie innerhalb des vergangenen Quartals von 2,7 auf 3,4 Indexpunkte anwachsen.

Vertrauen in die Nachfrage
Treiber dafür sind vor allem größere Erwartungen in Bezug auf Nachfrage im dritten Quartal (von 7,8 auf 14,3 Punkte) – nach einem konstanten Abfall dieser Kurve im letzten Dreivierteljahr ein ziemliches Aufbäumen. Auch die Erwartungen bezüglich Honorarpreisen fallen positiv aus.

Im Ländervergleich schneidet Österreich in puncto Konjunkturoptimismus gut ab. Zwar fällt der Wert von Quartal eins zu Quartal zwei geringfügig von 19,6 auf 19,5; damit spielt der heimische Markt jedoch immer noch im oberen Drittel mit. Auch den Vergleich mit Europa während der letzten zwei Jahre muss Österreich nicht scheuen (siehe Grafik).

Den höchsten Anstieg und gleichzeitig höchsten Wert macht mit 36,7 Punkten Tschechien aus (im ersten Quartal lag der Wert noch bei rund 20). Litauen folgt im Gesamt­ranking mit 29,8, auf Platz drei, weit abgeschlagen, liegt Schweden (20,7). Den zweitgrößten Zuwachs verzeichnet Italien von 0,6 im ersten auf 18,1 im zweiten Quartal. Etwas schwarz malt der zypriotische Markt; hier fällt das Geschäftsvertrauen von eh schon minus 21,9 auf minus 69,8. Ebenfalls das „Selbstbewusstsein“ etwas verloren hat Kroatien (von 20,4 auf 8,5).

Kopfzerbrechen über Mitarbeiter
Während Europa also auf rosigere Zeiten hofft, fallen die Einschätzungen rund um das Thema „Employment“ düsterer aus. Seit dem zweiten Quartal 2018 befindet sich die Entwicklung im Sinkflug. Die Agenturen und MaFo-Institute machen indes unpassende oder fehlende Arbeitskräfte für zwölf Prozent jener Faktoren verantwortlich, die im Q3 zu Einschränkungen des Geschäfts führen sollen. Finanzen, im Gegenzug, machen nur neun Prozent aus, die Nachfrage rund zwei Drittel und Ausstattung/Raum zwei Prozent.

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