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Kinder-Medien-Studie: Magazine sind für Kinder relevant

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Mit der dritten Kinder-Medien- Studie gingen Blue Ocean Entertainment AG, Egmont Ehapa Media GmbH, Gruner + Jahr, Panini Verlags GmbH, Spiegel-Verlag und Zeit Verlag der Mediennutzung, dem Freizeit- und Konsumverhalten der 7,31 Millionen 4- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen in Deutschland auf den Grund.

 

“Magazine sind für Kinder relevant und genießen höchste Wertschätzung” - zu diesem Schluss kommt die Kinder-Medien-Studie-2019: 74 % der 6- bis 13-jährigen Kinder lesen mindestens eine der 46 abgefragten Kinderzeitschriften. Das entspricht einer Gesamtreichweite von 4,3 Millionen lesenden Kindern. Der Trend, in der Freizeit mindestens mehrmals wöchentlich zu lesen, entwickelt sich insgesamt positiv: Die Nutzung von Zeitschriften, Comics oder Büchern steigt bei den 6- bis 13-Jährigen von 71 % in 2017 und 74 % in 2018 auf 76 % in 2019 an.

Über 90 % der befragten 6- bis 13-jährigen Leser konsumieren ihre Zeitschrift meist von der ersten bis zur letzten Seite und blättern auch immer mal wieder darin. 91 % der befragten Mädchen und Jungen im Alter von 4 bis 13 Jahren sagen, dass sie Spaß an der Lektüre haben – und dass sie durch das Lesen etwas lernen können. Ablenkung durch andere Medien ist für die Mehrheit während der Lektüre tabu: 81 % der Befragten in dieser Altersgruppe lesen, hören oder schauen nebenbei nichts anderes, wenn sie Zeitschriften lesen.

Begleitung von Eltern

Kinder werden bei der Zeitschriften-Lektüre häufig von ihren Eltern begleitet. Die jeweils von den Kindern gelesenen Zeitschriften werden im Schnitt von 95 % der Eltern der 4- bis 5-Jährigen mitgelesen. Je älter die Kinder werden, desto selbständiger lesen sie: Bei den 6- bis 9-Jährigen liegt der Anteil mitlesender Eltern im Schnitt bei 80 % und selbst bei den 10- bis 13-Jährigen im Schnitt noch bei 66 %. So erreichen die abgefragten Kinderzeitschriften mindestens auch 6,3 Millionen Elternteile und das hat seine Gründe: Mütter und Väter setzten deutlich höheres Vertrauen in Kinderzeitschriften als in Fernsehen, Radio oder Internet und sprechen ihnen den mit Abstand größten Nutzen für ihre Kinder zu: 89 % geben an, dass Kinder Inhalte in Kinderzeitschriften wiederholt nutzen können; 86% bestätigen, dass jedes Kind dies in seinem individuellen Tempo tun kann. 84 % der befragten Eltern gaben an, dass ihr Kind durch Zeitschriften etwas lernen kann, 77 % finden, dass komplexe Sachverhalte in Zeitschriften einfach erklärt werden. 74 % der Eltern halten das Lesen von Zeitschriften für eine sinnvolle Beschäftigung.

Disney, Fußball, zwei Bären und ein Elefant sind die Reichweitensieger

Betrachtet man die Reichweiten der abgefragten Magazine, bilden „Disney Lustiges Taschenbuch“ (492 Tsd.), „Micky Maus Comics“ (458 Tsd., beide Egmont Ehapa) und „Just Kick-it“ (456 Tsd., Panini) das Spitzentrio bei den 6- bis 13-jährigen Kindern. Bei den 4- bis 5-Jährigen führen „Benjamin Blümchen“ (159 Tsd., Egmont Ehapa), „Bussi Bär“ (141 Tsd., Blue Ocean) und „Winnie Puuh“ (129 Tsd., Egmont Ehapa) das Ranking an.

Kinder sind milliardenschwer

Pro Jahr verfügen die 4- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen in Deutschland mit Taschengeld und Geldgeschenken kumuliert über knapp 3 Milliarden Euro. 20,52 Euro haben sie dabei monatlich im Schnitt als Taschengeld zur Verfügung. Dazu kommen noch durchschnittlich 158 Euro an unterjährigen Geldgeschenken (u.a. Weihnachten, Geburtstag) hinzu. Im Umgang mit ihrem Geld lassen die Eltern ihren Kindern überwiegend freie Hand: 77 % der Kinder dürfen ihr Taschengeld selbstständig ausgeben – 70 % der befragten 4- bis 13- Jährigen investieren es in Süßigkeiten, 52 % der Befragten kaufen sich Zeitschriften oder Comics.

Eltern sind offen für die Ideen und Ansichten ihrer Kinder: 94 % der befragten 6- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen dürfen zu Hause ihre Meinung sagen. 89 % beteiligen sich gern an Gesprächen im Freundeskreis und 84 % ist es wichtig, ihre Gedanken zu äußern. Dass ihre Meinung von Freunden beachtet wird, das bestätigen 84 % der 6- bis 13-Jährigen. 64 % geben an, ihre Meinung finde auch bei Lehrerinnen und Lehrern Gehör. 95 % der 6- bis 13-Jährigen sagen, ihre Meinung werde von den Eltern beachtet. Selbst die Jüngsten dürfen mitreden: 78 % der befragten 4- bis 13-Jährigen geben an, sie dürfen mitbestimmen, welche Lebensmittel für den Haushalt gekauft werden und beim Kauf von Kinderkleidung oder -schuhen fragen 80 % der befragten Eltern die Kinder. Im Fall von klassischem Spielzeug bitten 75 % der Eltern bei ihren Kindern um deren Meinung.

Freizeit der Kinder: Mit Freunden und auch draußen

Kinder nutzen ihre Freizeit vor allem, um mit Freunden zusammen zu sein und im Freien zu toben: 89 % der 4- bis 13-Jährigen treffen sich mindestens mehrmals pro Woche mit anderen Kindern; 83 % spielen im Freien. Bei mindestens mehrmals pro Woche stattfindenden Freizeitaktivitäten stehen „YouTube schauen“ (44 %) und „Im Internet surfen“ (45 %) hoch im Kurs und sind damit in einer Liga mit „Familienaktivitäten“ (44 %). Das klassische „Spielen“ schlägt mit 63 % die webbasierten Aktivitäten in dieser Altersgruppe noch klar.

Kinder begeben sich gerne in Fantasiewelten: 78 % der befragten 4- bis 13-jährigen Mädchen interessieren sich für Fantasy, Märchen, Fabelwesen, Prinzessinnen und Feen. 80 % der 4- bis 13-jährigen Jungen sind interessiert an Superhelden; 71 % an Agenten und Detektiven. Sind Mädchen und Jungen im Bereich des Interesses an klassischen Kinderthemen weiterhin klar getrennt, rücken sie beim Interesse für gesellschaftlich relevante Themen ebenso auffällig zusammen: Die Themen Natur/Umwelt bewegen 66 % der Mädchen und 63 % der Jungen. Beim Themengebiet Politik/Aktuelles zeigen 35 % der Mädchen Interesse und 40 % der Jungen. Beim Thema Geschichte liegen die Werte bei 30 % (Mädchen) und 36 % (Jungen).