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Die Lust auf Radio wächst

Radio punktet weiter.
© AdobeStock / Oleksandr Delyk

Der aktuelle Radiotest unterstreicht: Die Österreicher hören mehr Radio. Die ORF-Flotte steigert national ihre Reichweiten, Zuwächse gibt es aber auch bei Privaten.

Mit einer durchschnittlichen Hördauer von 195 Minuten in der Gesamtbevölkerung bleibt die Beliebtheit des Mediums Radio nicht nur hoch, sie steigt sogar um 21 Minuten. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen Radiotest 2019_2 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch bei der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen ist der Radiokonsum mit 179 Minuten (plus 12 Minuten) ungebrochen hoch. Mit einer Tagesreichweite von 72,7 Prozent (2018_2: 71,7 Prozent) in der „werberelevanten“ Zielgruppe sowie 76,9 Prozent (plus zwei Prozentpunkte) bei der Gesamtbevölkerung ab zehn Jahren untermauert das Radio als Gattung seinen aktuellen Stellenwert.

Signifikante Zuwächse für den ORF

Die ORF-Radioprogramme insgesamt konnten ihre Reichweiten für beide Zielgruppen ausbauen. In der „werberelevanten“ Zielgruppe steigerte sich die Senderflotte signifikant und zwar von 51,7 auf 53,3 Prozent, in der Zielgruppe 10+ von 59,9 auf 62,4 Prozent Reichweite. Damit dominieren die ORF-Radios den Radiomarkt weiterhin. Die private Konkurrenz, größtenteils von der RMS vermarktet und in der RMS Top Kombi gelistet, erweist sich als stabil und erreicht bei der Gruppe 10+ 27,5 Prozent (2018_2: 26,9) und bei der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen  35,7 Prozent (2018_2: 35,0). Nationaler Reichweitenkaiser am österreichischen Radiomarkt bleibt in der Gesamtbevölkerung auf Senderebene Ö3, mit 32,9 Prozent Reichweite, gefolgt von Kronehit mit 10,9 Prozent. Ö1 liegt dahinter mit neun Prozent, ORF-Schwester FM4 erreicht 3,3 Prozent nationale Reichweite. Bei den jüngeren Hörern zwischen 14 und 49 Jahren fällt die Stellung von Ö3 mit 38 Prozent Reichweite deutlicher aus, auch Kronehit ist hier mit 16,6 Prozent stark. Die Werte von Ö1 liegen bei den jungen Hörern traditionell unter jenen der Gesamtbevölkerung, bei FM4 genau umgekehrt.

Spannende und teilweise durchaus deutliche Zuwächse gab es für die Sender in den Bundesländern. Ö3 im Burgenland listet der Radiotest mit 49,0 Prozent Tagesreichweite bei den 14- bis 49-Jährigen, ein Plus um 5,0 Prozentpunkte. Auch in der Gesamtbevölkerung ist die ORF-Cashcow Ö3 gemessen am Anstieg in Prozentpunkten der am stärksten wachsende Sender. Aber auch andere Sender wachsen in anderen Bundesländern, sowohl im öffentlich-rechtlichen als auch im privaten Äther. Den einzig statistisch signifikanten Verlust in der Tagesreichweite erleidet Kronehit in der Steiermark.

Marktaufteilung

Hinsichtlich der Marktaufteilung bleibt der ORF bestimmende Kraft und erreicht in der Gesamtbevölkerung 74 Prozent Marktanteil (nach 72 Prozent im Vorjahreszeitraum). Die RMS Top Kombi bleibt bei 25 Prozent unverändert. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen liegen die ORF-Sender bei 64 Prozent (nach 62 im Vorjahreszeitraum), die RMS Top Kombi bei 37 Prozent, einem Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von einem Prozentpunkt. Der stärkste Privatradio-Sender, Kronehit, liegt national in der Gesamtbevölkerung bei acht Prozent Marktanteil, in der jungen Zielgruppe deutlich darüber bei 13 Prozent. Die Radios der ORF-Landesstudios  haben in der Gesamtbevölkerung binnen Jahresfrist ihren Marktanteil von 33 auf 36 Prozent gesteigert, allerdings auch in der jüngeren Zielgruppe zugelegt. Ö3 konnte in der Gesamtbevölkerung um einen Prozentpunkt auf 32 Prozent steigern, bei den 14- bis 49-Jährigen sind es 41 Prozent (nach 39 im Vorjahr).              

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