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EU-weite Risikobewertung von 5G soll bis Oktober vorliegen

Die nächste Generation der Telekommunikation wird das Rückgrat Europas.
© APA (Symbolbild/AFP)

Die EU-Kommission will bis 1. Oktober eine EU-weite Risikobewertung zur Sicherheit von 5G-Mobilfunknetzen erstellen. Diese soll auf Basis der EU-Länderberichte ausgearbeitet werden, teilte EU-Sicherheitskommissar Julian King am Freitag mit. 24 EU-Mitglieder hätten bisher nationale Risikobewertungen eingereicht, die vier fehlenden sollen in Kürze folgen, erklärte King.

Die EU-weite Risikobewertung ist Teil der Entwicklung eines gemeinsamen Ansatzes der EU-Länder, durch den die Cybersicherheit der neuen Telekommunikationstechnologie garantiert werden soll. "Enge EU-weite Zusammenarbeit ist zentral, um starke Cybersicherheit aufzubauen und um die Vorteile voll auszuschöpfen, die 5G für Menschen und Unternehmen zu bieten hat", so der Kommissar.

Die nächste Generation der Telekommunikation wird nach Ansicht des EU-Kommissars "bald das Rückgrat unserer Gesellschaften und Wirtschaften bilden". Er rief die EU-Länder auf, den Moment zu nutzen, um an Schwung für eine "rasche und sichere Einführung von 5G-Netzwerken" zu gewinnen.

Cybersicherheit ist auch für die aktuelle EU-Ratspräsidentschaft Finnlands ein Thema. Helsinki hat sich den Ausbau der Widerstandfähigkeit gegen und die Abwehr von sogenannten hybriden Bedrohungen als eine der Prioritäten für den Vorsitz gesetzt. Darunter werden Angriffe verstanden, die mittels unterschiedlicher Methoden, darunter Cyberattacken, Staaten und Institutionen an deren systembedingten wunden Punkten angreifen. Als besonders kritisch gelten die Stromversorgung, das Bankensystem und das Satellitennavigationssystem GPS.

Da hybride Bedrohungen viele verschiedene Politikfelder und somit unterschiedliche Arbeitsgruppen betreffen, wurde Anfang Juli vom Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten ein eigener Arbeitskreis dafür eingerichtet. Die ihm angehörenden Diplomaten aus den EU-Ländern sowie die Vertreter von EU-Kommission und Auswärtigem Dienst treten am kommenden Montag erstmals zusammen.

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