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Handelsverband launcht erste Gemeinschaftskampagne

Rainer Will (Geschäftsführer Handelsverband), Peter Hörlezeder (Geschäftsführer Hello), Karin Saey (Bereichsleiterin Handel Dorotheum) und Norbert Scheele (Vizepräsident des Handelsverbandes & Country Manager bei C&A Österreich und CEE) präsentierten Kampagnen-Sujets.
© Handelsverband

Mit einer groß angelegten Außenwerbe-Kampagne soll ein gemeinsames Zeichen für Steuerfairness, Regionalität und Wertschöpfung in Österreich gesetzt werden.

"Unser Kaufverhalten hat massive Auswirkungen auf die Gesellschaft. Diese volkswirtschaftlichen Ketteneffekte werden in Österreich zu wenig erläutert", betonte Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will bei der Präsentation der neuen Kampagne. Genau hier will man ansetzen und Konsumenten die Vorteile verdeutlichen, wenn sie bei heimischen Händlern – ob online oder stationär – einkaufen. Der Handel sei schließlich umsatzstärkster Sektor des Landes, zweitwichtigster Arbeitgeber und drittgrößter Lehrlingsausbilder, betont Will.

Auch ein Zeichen an die Politik wolle man kommunikativ setzen. Will sieht diese gefordert, "Regelwerke vorzulegen, damit fairere Rahmenbedingungen und ein Level Playing Field" geschaffen werden". Schließlich würden bereits 4,5 Milliarden Euro an Konsumausgaben ins Ausland, an digitale Giganten wie Amazon, Alibaba oder Wish, abfließen. Das koste Jobs und Steuer-Einnahmen für das heimische Sozialsystem. "Die Politik muss endlich aufwachen, um diese Schritte zu setzen. Wir sind es satt, immer zu warten", so Will.

Handel-Awareness via OOH

Die Kampagne ist im ersten Schritt als reine Außenwerbe-Kampagne konzipiert und läuft von 8. Juli bis 18. August. "Für einen wirkungsvollen Start der Initiative setzen wir auf maximale Sichtbarkeit. Bundesweit, in jedem Bundesland, in jeder Region, in Stadt und Land“, so Will. Jeder teilnehmende Händler hat die Möglichkeit, die Sujets für weitere eigene Print- oder digitale Kampagnen individuell zu verwenden.

Entwickelt wurde das Konzept gemeinsam mit der Werbeagentur Wiener Hello rund um Peter Hörlezeder: "Seit langem beschäftigt mich der immense Abfluss an Wertschöpfung durch Amazon & Co., welcher nur in einer starken Allianz ausgehebelt werden kann. Wir durften der Allianz unter dem Dach des Handelsverbandes ein Gesicht geben und haben Sujets konzipiert, die die Eigenständigkeit der Marken berücksichtigen, aber durch Ähnlichkeit innerhalb der Kampagne auch für eine große, gemeinsame Wirkung sorgen." Der Claim "In Österreich gekauft. Richtig gut gekauft!" zieht sich dabei durch die gesamte Kampagne. Als umsetzende Mediaagentur wurde Media1 gewählt. Auch hier habe man mit einer "der wenigen nationalen, von internationalen Medianetzwerken unabhängigen, Agenturen Österreichs" bewusst auf das Heimische gesetzt.

Das geschaffene, in Rot-Weiß-Rot gehaltene Siegel "Österreichischer Händler" soll der Kampagne als Trägerrakete und Multiplikator dienen, es steht für Arbeitsplätze, Steuern und Wirtschaftskraft. "Wir wissen, dass 84 Prozent der Konsumenten bei gleichem Preis, Service und Leistung lieber bei einem Händler aus der Region einkaufen", erklärt Will die visuelle Bedeutung des Siegels.

Zentrales Element der Kampagne ist auch die Kampagnen-Website, die Kennzahlen und Fakten zur wirtschaftlichen Bedeutung des Handels darlegt. "Gut kaufen bedeutet ein qualitativ hochwertiges Produkt zum fairen Preis dort einzukaufen, wo auch gleichzeitig Steuern und Abgaben an den österreichischen Sozialstaat gehen und damit unsere Arbeitsplätze nachhaltig gesichert werden", erklärt Will das übergeordnete Ziel der Kampagne.

'Ins Rollen kommender' Partner-Schneeball

Die Lebensmittel-Händler Rewe, Hofer, Lidl und Unimarkt sind Teil der Kampagne, aber auch Händler aller anderen Branchen wie Obi, Hartlauer, Conrad, MediaMarkt, Hervis, Tchibo/Eduscho, Tupperware, Dorotheum, Deichmann, C&A sowie Kastner & Öhler – Händler, die zusammen für 16 Mrd. Euro der heimischen Einzelhandelsumsätze stehen.

Weitere Ausbauschritte, etwa mit neuen Partnern, sind vorgesehen, ebenso wie eine zyklische Wiederholung. Bereits ab 80 Euro können neue Partner Teil der Kampagne sein; damit wolle man besonders die in Österreich stark präsenten KMUs abholen, wie Will betont. Auch zum weiteren Verlauf der Kampagne gibt sich der Handelsverband-Geschäftsführer positiv: "Es ist ein Schnellball, der sich heute formiert und ins Rollen kommen wird".

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