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Befragung: Digitalisierung größte Schwäche der österreichischen Wirtschaft

© AdobeStock/Korn V.

Mehr als zwei Drittel der Unternehmen haben aktuell keine digitale Agenda verankert und planen das auch nicht – obwohl 84 Prozent bereits erkennen, dass die digitale Transformation den eigenen Markt verändert.

Der Megatrend der Digitalisierung ist in Österreich noch nicht angekommen, dennoch bewerten 72 Prozent der Unternehmen den Wirtschaftsstandort Österreich mit "sehr gut" oder "gut". Dies geht aus der aktuellen Austrian Business Check-Umfrage des KSV1870 hervor. "Wenn weiterhin die Digitalisierung als Erfolgsfaktor für unsere Wirtschaft vernachlässigt wird, dann wird Österreich massiv an Attraktivität einbüßen und international den Anschluss verlieren. Aus meiner Sicht ist bei den Unternehmen Feuer am Dach", erklärt KSV1870-CEO Ricardo-José Vybiral.

Bislang setzen heimische Betriebe ein Hauptaugenmerk auf guten Service und hohe Kundenzufriedenheit (79%), während der größte Handlungsbedarf bei der Implementierung digitaler Produkte, Services und Prozesse geortet wird (24%). Vor allem der verstärkte Mitbewerb birgt für die Unternehmen das größte Gefahrenpotential, so die Umfrage-Ergebnisse. Obwohl diese über die Dringlichkeit der Digitalisierung Bescheid wissen, sehen aktuell 39 Prozent keinen Bedarf, aktiv zu werden. Dies sei auf die finanzielle Situation, die Unternehmenstradition und die schwach ausgeprägte Digitalkultur in Österreich zurückzuführen.

Im Rahmen des Austrian Business Checks (AB-Check) befragt der KSV1870 zwei Mal jährlich Unternehmen in Österreich zu aktuellen Themen. An der Umfrage im März haben rund 700 Unternehmen teilgenommen.

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