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Erfolg lässt von sich hören

Musiker Peter Legat, Philipp Bodzenta (Coca Cola), Trendforscherin Christiana Varga, Christoph Klingler (oeticket), Christian Rau (GM Mastercard Austria), Barbara Kastlunger (McDonalds) und Markus Floth (MTV) bei der Expertendiskussion.

Den Rollout ihres neuen Soundlogos begleitete die Kreditkartenfirma Mastercard am Mittwoch in Wien mit einer prominent besetzten Expertendiskussion. Dabei herrschte Einigkeit darüber, dass Sounddesign ein schon jetzt unterschätzter Faktor im Markenerfolg ist, dessen Bedeutung noch zunehmen wird.

Dem globalen Launch zu den diesjährigen Grammys ließ Mastercard nun auch eine Österreich-Präsentation folgen - für den neuen Mastercard-Österreich-Chef Christian Rau naheliegend angesichts des hohen Stellenwerts von Musik in Österreich. "Hier und auf der ganzen Welt soll Mastercard künftig mit einer Melodie in Verbindung gebracht werden - und zwar an allen Touchpoints, an denen die Karte zum Einsatz kommt. So ist auch auf der Tonspur sichergestellt, dass die Transaktion sicher über das Mastercardnetzwerk geht.“ Abseits des funktionalen Aspekts des Sounds als Kennzeichen einer abgeschlossenen Transaktion geht es aber vor allem um die emotionale Aufladung der Marke.

„Musik triggert direkt unsere Emotionen, das weiß jeder Komponist und Sounddesigner und spielt natürlich mit selbigen", unterstrich dementsprechend auch „Count Basic“-Mastermind Peter Legat. Zukunftsforscherin Christiana Varga ergänzte, gerade "in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung wollen Menschen wieder mehr mit ihren Sinnen fühlen und echte Resonanz spüren", wozu sich Klänge als sinnliches Erlebnis am besten eigneten. Phlipp Bodzenta, Unternehmenssprecher von Coca-Cola Österreich unterstrich wiederum, dass Emotionalisierung das Um und Auf der Markenbildung sei: „Nüchtern betrachtet ist Coca-Cola nur ein Softdrink. Erst die Aufladung mit Emotionen, das Verbinden mit Musik, Geschichten, das Wecken von Erinnerungen macht Coca-Cola zur bekanntesten Marke der Welt."

Auch für oeticket CEO Christoph Klingler steht außer Frage, dass „Musik wirkt. Medizinisch eingesetzt, können Tonfolgen Stresshormone ab- oder aufbauen. Je nachdem, was man damit verbindet. Das hat auch das Marketing erkannt und - mit etwas Pawlow gemischt - ruft eine geschickt gemachte Tonfolge bei uns nun sogar Bilder sportiver Autos oder eleganter Handys ab.“ Barbara Kastlunger, Head of CI, Data Analysis & Strategy bei McDonald’s, führte ihrerseits zudem den strategischen Aspekt von Sound ins Treffen: „Gerade auf Märkten, auf denen wir jederzeit und von überall Produkte auswählen und konsumieren können, ist es für Marken entscheidend, der Zweidimensionalität zu entkommen und eine mehrdimensionale Markenpersönlichkeit aufzubauen, die den Konsumenten über mehrere Sinne erreicht, mit relevanten Emotionen verknüpft und abgespeichert wird und dadurch leichter wieder erkannt und aktiviert werden kann.“

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