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Befürworter von neuem EU-Urheberrecht machen mobil

Gerade der Entwurf zum neuen Urheberrecht sichert aus der Sicht seiner Unterstützer die "Freiheit des Internets, wie wir es kennen".
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Vor der kommenden, entscheidenden Abstimmung machen die Befürworter des Entwurfs zum neuen EU-Urheberrecht mobil. In einem offenen Brief, den auch alle maßgeblichen österreichischen Verwertungsgesellschaften und Verbände mittragen, wird von den Europaparlamentariern ein Ja zu einem "fairen Internet" verlangt.

Der offene Brief mit im Wesentlichen gleichem Inhalt wurde am Montag in einer akkordierten Aktion von europaweit über 200 Verbänden und Verwertungsgesellschaften ausgeschickt. "Wir fordern Sie als unsere VertreterInnen im europäischen Parlament auf: Stimmen Sie der Richtlinie in der bestehenden Version zu. Tragen Sie dazu bei, die kreative Vielfalt in Europa zu erhalten und ermöglichen Sie eine fairen Umgang zwischen Kreativen, Plattformen, Rechteinhabern und Nutzern. Dies ist eine historische Gelegenheit für ein faires und nachhaltiges Internet für alle", heißt es etwa in der Textvariante der heimischen AKM.

In Österreich haben sich der Aktion auch der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), Literar Mechana, AustroMechana, Bildrecht, die heimischen Filmschaffenden und der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) angeschlossen. Unterzeichnet wurde der Brief auch von der Europäischen Allianz der Nachrichtenagenturen (EANA), zu der auch die Austria Presse Agentur (APA) gehört. Es brauche ein "zeitgemäßes Urheberrecht", gerade um die Vielfalt im digitalen Zeitalter zu erhalten, heißt es darin. Der Entwurf, über den Ende März im Plenum des Europaparlaments abgestimmt werden soll, ermögliche Kreativschaffenden eine faire Vergütung für die Nutzung ihrer Werke im Internet und sichere die "Freiheit des Internets, wie wir es kennen".

Die Mobilisierung sowohl seitens der Befürworter als auch der Gegner der Maßnahme strebt damit ihrem letzten Höhepunkt zu: Für Samstag, den 23. März, dem in der Woche darauf die Abstimmung folgen soll, haben Gegner der Maßnahme ebenso europaweit zu einem Demotag als Zeichen des Protests aufgerufen.

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