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DOKeins: ORF eins startet neue Infoschiene am Donnerstag

ORF 1-Channelmanagerin Lisa Totzauer
© APA

ORF eins mutiert am Donnerstagabend zum Infokanal: Ab 14. März wird die Schiene DOKeins etabliert, die wöchentlich Dokumentationen zeigen soll. Die Hälfte des Programms wird dabei aus Eigenproduktionen bestehen, so Channelmanagerin Lisa Totzauer bei der Präsentation am Dienstag: "Es geht um Dokumentationen für eine Zielgruppe, die auf den ersten Blick nicht so informationsaffin scheint."

Das Rote Band der Produktionen wird die Position der Augenhöhe sein, auf der man den Zuschauer mit einem Augenzwinkern begegnen wolle. Dazu soll bei den Eigenproduktionen die subjektive Herangehensweise der Präsentatoren spürbar sein. "DOKeins ist immer ein Ich", so Totzauer. Als vertraute TV-Gesichter sind dafür Dokuspezialist Hanno Settele und Moderatorin Lisa Gadenstätter als Hauptpräsentatoren mit an Bord. Zugleich möchte man neuen Proponenten eine Chance geben. "Wir werden auf DOKeins auch Gesichter ausprobieren", so Totzauer. So werden etwa Ö3-Redakteurin Mariella Gittler und Schauspieler Faris Rahoma je eine Dokumentation gestalten.

Den Auftakt am 14. März markiert um 20.15 Uhr aber Routinier Settele mit "Dirty Hanno". Dabei wird ein normaler Tag des Fernsehmachers aus Umweltperspektive beleuchtet. Die Bilanz sei dabei eindeutig: "Es ist einfach zu komplex." Praktisches keines der aufgekommenen Themen sei klar zu beantworten gewesen, unterstrich Settele. Versprechen könne er: "Natürlich gibt es keine Belehrung." Und für das Augenzwinkern sorgt nicht zuletzt die einstige "Herzblatt-Susi" Susanne Müller als Dea-ex-machina-Stimme. Am 2. Mai folgt dann als nächster Settele "Nur ein kleiner Stich", in der sich der Journalist mit dem Phänomen der Impfgegner auseinandersetzt. Er gehe mit einer klaren Position auf die Reise: "Aber ich lasse mich gerne überzeugen." Als drittes Thema nimmt sich der 54-Jährige dann den schwächelnden Volkssport Skifahren vor. Gadenstätter wiederum widmet sich ab 9. Mai in gleich vier Teilen unter dem Titel "Was soll aus dem Kind bloß werden?" der Konstellation von Kindern und Eltern aus Bildungsperspektive.

17 der für heuer geplanten 34 Dokumentationen sind Eigenproduktionen, wobei die heimischen dezidiert österreichische Themen behandeln sollen. Über den nationalen Tellerrand hinaus schauen indes die zugekauften Produktionen, wobei angestrebt wird, im kommenden Jahr den Eigenanteil an DOKeins vielleicht noch zu steigern. "DOKeins ist der erste große Schritt in der gesamten Channelreform von ORF eins", hob Channelmanagerin Totzauer hervor. Ein weiterer wird die Etablierung des geplanten Gesprächsformats TALK.eins sein, die noch "vor dem Sommer" erfolgen soll. Bei einzelnen Themen könnte es hier künftig auch eine Verschränkung mit DOKeins geben.

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