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Digitalisierung: Bewusstsein vorhanden, Umsetzung mangelhaft

CDOs werden für den digitalen Erfolg immer wichtiger, so ein Resümee der Umfrage.
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In Punkto Digitalisierung sind Europas Unternehmen auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel. Das geht aus der aktuellen Umfrage von Harvey Nash und KPMG hervor, für die knapp 4.000 CIOs und Führungskräfte von Technologieunternehmen aus 84 Ländern befragt wurden. In Europa nahmen mehr als 2.300 CIOs aus 37 Ländern teil.

Wie auch im letzten Jahr, zeigt die aktuelle Studie klar die Tendenz hin zu höheren IT-Budgets. Rund die Hälfte (46 Prozent) der europäischen Unternehmen erwarten für das nächste Jahr einen Anstieg ihrer Ausgaben. Ein Trend, der sich auch international (50 Prozent) erkennen lässt.
„Der Trend zur Erhöhung der IT-Budgets wird durch verschiedene Faktoren angetrieben. Die Investitionen in Digital und Cloud gehen zügig voran, aber auch Themen wie Datenschutz, Governance und Sicherheit rücken stärker in den Fokus. Weiters ist es ein Versuch den ansteigenden Investitionen in eine 'Schatten-IT' entgegen zu wirken “ erklärt Michael Schirmbrand, Partner KPMG Österreich.

Die digitale Umsetzung stellt die Unternehmen allerdings weiter vor eine Herausforderung. Sowohl in Europa (33 Prozent) als auch International (30 Prozent) verfügt lediglich ein Drittel der Unternehmen über eine klare digitale Vision und Strategie, die unternehmensweit gültig ist. „Die Umsetzung einer digitalen Strategie ist schwierig, besonders wenn Technologien und Geschäftsmodelle sich gleichzeitig weiter entwickeln. Viele CIOs legen großen Wert auf traditionelle IT-Kompetenzen, wie zB das Verständnis des Geschäfts, die Auswahl der richtigen Technologien und den Aufbau der damit verbundenen Fähigkeiten, aber viele erkennen, dass es eine Herausforderung ist, diese im digitalen Kontext anzuwenden“ meint Klaus Schatz, Partner KPMG Österreich.

Europäische Unternehmen finanzieren vorrangig in Technologien der nächsten Generation, wobei KI / Machine Learning (26 Prozent) und On-Demand-Marktplattformen (23 Prozent) die häufigsten Investitionen ausmachen. Neuere Technologien wie Blockchain oder Virtual Reality werden noch wenig umgesetzt. Bei der Priorisierung digitaler Investitionen konzentrieren sich Unternehmen weltweit (64 Prozent), aber auch in Europa (58 Prozent), besonders auf die Verbesserung des Kundenerlebnisses und die Gewinnung neuer Kunden (EU 54 Prozent/ International 56 Prozent).

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