Horizont Newsletter

Innsbrucker Medientag: APA-CEO Pig regt Image-Offensive für Journalisten-Beruf an

© APA

Zudem plädierte der APA-CEO Clemens Pig bei einer Podiumsdiskussion für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Medienhäusern und Verlagen. Weitere Diskussionsteilnehmer waren Moser Holding-Vorstandschef Hermann Petz sowie Falter-Chefreporterin Nina Horaczek.

APA-Geschäftsführer Clemens Pig hat im Rahmen des Innsbrucker Medientages eine Image-Offensive für den Berufsstand des Journalisten angeregt. "Warum vermitteln wir nicht stärker, welch eminente Bedeutung dieser Beruf hat? Es ist nämlich ein verdammt wichtiger und ehrenwerter", meinte Pig im Zusammenhang mit der Frage, wie journalistische Vielfalt auch mittel- und langfristig erhalten werden könne.

Zudem plädierte der APA-CEO bei einer Podiumsdiskussion in der Innsbrucker Universität für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Medienhäusern und Verlagen - vor allem im technischen Bereich. "Warum tun wir Medien uns nicht vermehrt zusammen und gründen gemeinsame Organisationen?", fragte Pig. Eine intensivere Kooperation, gerade im technischen Bereich, ermögliche es auch "Ressourcen freizuschaufeln". 

Der Vorstandschef der Moser Holding, Hermann Petz, betonte zudem die Wichtigkeit eines nachhaltigen "finanziellen Gesamtkonstrukts" für die Gewährleistung von Qualitätsjournalismus. Petz gab sich hinsichtlich des Überlebens klassischer Medien zuversichtlich. Die "Tiroler Tageszeitung" etwa habe zuletzt deutliche Zuwächse im Print- und Onlinebereich verzeichnet. Dies liege unter anderem auch daran, dass das Vertrauen in Soziale Medien gerade im Begriff sei zu "erodieren".

Die zunehmende Bedeutung transnationaler Zusammenarbeit zwischen Medien strich indes "Falter"-Chefreporterin Nina Horaczek hervor. Der "Falter" beispielsweise sei mittlerweile Teil einer derartigen Kooperationsplattform. Kritisch merkte die Journalistin an, dass ihre Zunft in der Vergangenheit allzu oft "Politik als Kampf" dargestellt habe. Jede Kompromissfindung sei bereits als Streit ausgelegt worden. "Zudem müssen Medien mehr erklären, warum es uns eigentlich braucht", appellierte Horaczek.

0 Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online

Das könnte Sie auch interessieren