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DMVÖ-Studie belegt Professionalisierung von Social Media Marketing bei B2B

Für die zuletzt im Wiener WeXelerate präsentierte Studie wurden 301 heimische B2B-Marketer und 300 deutsche Kollegen befragt.
© Helmut Steiner Productions

Eine neue Erhebung des DMVÖ belegt, dass im B2B-Bereich ohne Social Media nichts mehr geht, und Unternehmen das diesbezügliche Geschäft zusehends in die Hände von Agenturen legen.

Die Studie, die die B2B-Expertgroup des DMVÖ gemeinsam mit dem Münchner "1. Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation" erstellte, belegt, dass die Frage, ob Social Media in der B2B-Kommunikation eine Rolle spielen, beantwortet ist. Es stellt sich vielmehr inzwischen die Frage, welche Kanäle welche Rolle im Kommunikationsmix einnehmen. Befragt wurden 301 B2B-Marketer aus Österreich und 300 aus Deutschland, aus allen Bereichen von Industrie, Diensteleistung und Gewerbe.

Inzwischen nutzen fast 96 Prozent aller deutschen und mehr als 92 Prozent der österreichischen B2B-Unternehmen Social Media für das Erreichen von Zielgruppen, was einen neuerlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Den befragten Unternehmen ist zunehmend ein kontinuierliches Bespielen der Social Media Kanäle wichtig. Knapp 40 Prozent setzen dafür den Zeitaufwand einer Halbtagskraft ein. Lediglich kleinere Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern bilden hier eine Ausnahme. Als Gründe für die Nicht-Nutzung von Social Media werden unter anderem Mangel an Ressourcen, hoher Zeitaufwand, sowie mangelndes Vertrauen in Social Media angeführt. 

Vermehrt Geschäftsfeld für Agenturen

Unter den Top Fünf der etablierten Kanäle zeichnet sich Bewegung ab. LinkedIn und Twitter gewinnen an Bedeutung. Facebook ist 2018 der große Verlierer. Zwar nimmt der Kanal in Deutschland und Österreich weiterhin eine Spitzenposition unter den Social Media-Plattformen ein, die Nutzung ging in Deutschland und Österreich im Vergleich zum Vorjahr jedoch signifikant zurück. In Österreich haben die Plattformen LinkedIn gefolgt von XING und YouTube die Nase vorn, wobei LinkedIn besonders hohe Bedeutung zukommt. In Deutschland ist die Reihenfolge leicht verändert: hier liegt YouTube vor LinkedIn und XING. Instagram ist bereits auf Platz vier und hat Twitter und Facebook bereits überholt.

Zentrales Motiv für Social Media Aktivitäten im B2B-Bereich ist nach wie vor die Ansprache von Neu- und Bestandskunden als "Businesstool und keine Sozialeinrichtung". Auch im Bereich HR setzen Unternehmen 2018 verstärkt auf Social Media. Zur Ansprache neuer Mitarbeiter wird primär auf Facebook und XING zurückgegriffen. Twitter wird hauptsächlich als Kontaktmedium mit Influencern und Medien genutzt, LinkedIn als Sales- und Marketing-Instrument eingesetzt. Interessanter Content und Glaubwürdigkeit werden insgesamt als wichtigste Erfolgsfaktoren eingestuft. Die wachsende Bedeutung von Social Media geht Hand in Hand mit geplanten Budgeterhöhungen im Jahr 2019 bei den befragten Unternehmen. Geht es nach deren Angaben, wird ein Gutteil davon in professionelle Betreuung fließen: Schätzten im Jahr 2017 noch 54,9 Prozent aller B2B-Unternehmen die Unterstützung durch externe Agenturen als wichtig ein, sind es 2018 bereits 81 Prozent.

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