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Lisa Totzauer (ORF) gewinnt Goldene Medienlöwin

Lisa Totzauer vom ORF gewinnt die Medienlöwin in Gold.
© JoKo / Schöflinger

Für ihr bisheriges Schaffen bekam Lisa Totzauer am Vorabend des 20. Journalistinnenkongresses in Wien die goldene Medienlöwin verliehen.

Die Gewinner des Abends: Lisa Totzauer (ORF) gewinnt Goldene Medienlöwin, Ruth Eisenreich holt sich die Silberne Medienlöwin und die "Wienerin" wird mit dem Medienlöwen geehrt.

Als im Frühling 2018 im ORF mehrere Führungsfunktionen besetzt wurden, war Totzauer nicht nur die einzige Frau unter den Beförderten, "sondern auch die Einzige, deren Qualifikation über jeden Zweifel erhaben war", heißt es in der Aussendung der Veranstalter. „In der konkurrenzgetriebenen, österreichischen Medienbranche und der derzeitigen, aufgeheizten politischen Stimmung im Lande ein beachtenswerter Umstand“, so die Juroren. 

Ruth Eisenreich

Empfindsam und klug erzählt Ruth Eisenreich die Geschichte albanischer Frauen, die als Männer leben. Dafür erhielt sie die Silberne Medienlöwin. Dieses ungewöhnliche Portrait zeigt, wie Frauen nach uralten Regeln eines strengen Patriarchats leben und damit nicht nur dem Zeitgeist einer freien Gesellschaft widersprechen. Der Beitrag „Die Männinnen“ in der Süddeutschen Zeitung macht etwas kaum Begreifliches beeindruckend plastisch. Dazu kommen erstaunliche Fakten und vorbildliche, tiefgründige Recherche. Die Silberne MedienLÖWIN wird für Beiträge vergeben, die sich mit Frauen- und Gesellschaftsthemen kritisch auseinandersetzen.

"Wienerin"

Konsequent dem Klischee vom oberflächlichen Lifestyle-Blatt entgegenzuwirken, schafft das Team der "Wienerin" und zwar mit profunden Beiträgen. Dafür holen sich die Journalistinnen von der "Wienerin" den Medienlöwen 2018, der an eine Redaktion vergeben wird, die sich durch besonders frauenfreundliche, Frauen unterstützende und stärkende Berichterstattung hervortut. Mit Artikeln wie „Frauenpolitik, eine sehr laute Baustelle“ sowie „Gewaltiger Mut“ oder „Mama, geh endlich!“, dem Rückblick einer Frau, die als fünfjährige mit ihrer Mutter ins Frauenhaus flüchtete, überzeugte das Team die Jury.

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