Horizont Newsletter

Smarte Außenwerbung: ‚Entwicklung steckt noch in den Kinderschuhen'

Infoscreen sieht sich im Smart-CityZeitalter angekommen.
© Infoscreen

Die technischen Voraussetzungen für smarte Außenwerbung sind in Österreich bereits heute in großem Maße vorhanden. Nun geht es verstärkt darum, dieses Potenzial auch auszuschöpfen.

 

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 26/2018 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

"Als Fahrgastmedium haben wir den entscheidenden Schritt zum smarten Medium bereits getan“, erläutert Infoscreen-Geschäftsführer Sascha Berndl. Denn mittels GPS wisse man immer, wo sich die öffentlichen Transportmittel – und damit die potenziellen Rezipienten – befinden. „Auf diese Weise können wir Botschaften gezielt dort ausspielen, wo sie für unsere Fahrgäste von Nutzen sind.“ Als Beispiel nennt er etwa die Möglichkeit, die Verfügbarkeit von Citybikes in der nächsten Station abzurufen.

Um diese Services anbieten zu können, setze man bei Infoscreen auf Location Based Advertising als datengetriebenes System, das es ermögliche, „das Wechselspiel zwischen Freizeit- und Kaufgewohnheiten der Konsumenten, ihren geografischen Standorten und anderen Einflussfaktoren besser analysieren zu können“. Überhaupt sei die bestehende Infrastruktur von Infoscreen in Bezug auf die Hardware bereits in höchstem Maße Smart-City-tauglich. „Die Software müssen wir natürlich ständig an neue Standards anpassen und dabei auch das Smartphone-Nutzungserhalten unserer Fahrgäste im Auge behalten“, so Berndl. Wichtigste Aufgabe sei im Moment aber noch, die Werbekunden für die kreativen Möglichkeiten des Location Based Advertising zu begeistern. „Hier gibt es noch viel Potenzial, weil die Entwicklung dieser neuen Werbeformen derzeit eigentlich in den Kinderschuhen steckt.“

Intelligente Vernetzung ist Bestandteil jeder Smart City.
 © ÖBB/Andreas Scheiblecker

Bei den ÖBB verweist man in Bezug auf neue Out-of-Home-Werbemöglichkeiten, die sich in einer Smart City bieten, auf die großformatigen Werbebildschirme der ÖBB, mit denen diese im Herbst in den Markt gehen. „Damit bieten wir eine smarte Lösung für den kurzfristigen und flexiblen Kommunikationsbedarf“, sagt ÖBB-Werbung-Geschäftsführerin Karin Seywald-Czihak. Sie zeigt sich außerdem davon überzeugt, dass Relevanz im Zeitalter der Überinformation zum Schlüssel der Wahrnehmung werde. „Intelligente Vernetzung und ein optimierter Informationsfluss sind daher ein wichtiger Bestandteil jeder Smart City.“ Ein Problem in Bezug auf Errichtung und Betrieb von digitalen Werbeträgern sieht Seywald-Czihak darin, dass Errichtung und Betrieb kostenintensiv seien und sich nur an Orten bezahlt machten, die über hohe Reichweiten verfügen. „Deshalb werden auch in einer Smart City analoge Werbeträger wie City Lights oder Werbung auf Bussen einen Platz finden und das digitale Angebot ergänzen.

5G im Außenbereich

„Smart City ist aus unserer Sicht die Stadttechnologie der Zukunft“, unterstreicht Volker Höferl, Pressesprecher des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, im Kabinett von Norbert Hofer. Da ein flächendeckendes 5GNetz den Grundstein für das Internet der Dinge bilde, habe sich das BMVIT das Ziel gesetzt, bis 2020 alle Landeshauptstädte flächendeckend mit Internet-Breitbandanschlüssen (100 mbit/s) zu versorgen. „Drei Jahre später sollen 5G-Dienste entlang der Hauptverkehrsverbindungen zur Verfügung stehen, und Ende 2025 sollen alle Österreicherinnen und Österreicher flächendeckend im 5G-Netz surfen können“, verspricht Höferl.

[Eva Pakisch]

0 Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online

Das könnte Sie auch interessieren